Eine kleine Klever Geschichte

Gestern stellte Wolfgang Krebs,(3.v.l.) einen Neudruck vor.
Gestern stellte Wolfgang Krebs,(3.v.l.) einen Neudruck vor.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Wolfgang Krebs legt einen erweiterten Neudruck seiner Stadtgeschichte vor.Der Pagina-Verlag aus Goch bringt das Büchlein heraus

Kleve..  Über die Geschichte der Stadt Kleve gibt es zahlreiche Beiträge, Aufsätze und Einzelpublikationen. Aber erstaunlicherweise liegt eine zusammenhängende Historie, von den Anfängen bis zur Gegenwart, die dazu noch gut verständlich ist und auch für Laien leicht verdaulich, nur in der Ausführung von Wolfgang Krebs vor. Der ehemalige Beigeordnete der Stadt Kleve hat sein kleines Büchlein, gerade mal 90 Seiten stark, bereits 1992 geschrieben. Bislang ist auf dem Buchmarkt noch nichts besseres erschienen. Gestern stellte Krebs, gemeinsam mit dem Verleger Franz Engelen vom Pagina-Verlag, einen Neudruck vor, der in aktualisierter Fassung auch die Gründung der Hochschule Rhein-Waal beinhaltet.

Eine besondere Geschichte

Wolfgang Krebs erinnert sich noch gut an die Umstände der Erstausgabe. Zum 750-jährigen Stadtjubiläum wurde er vom damaligen Stadtdirektor Manfred Palmen damit beauftragen, „mal eben schnell was zu schreiben“. Nun, Wolfgang Krebs hat alles andere als einen Schnellschuss zu Papier gebracht, sondern eine Überblicksdarstellung, die nicht nur die wichtigsten Eckdaten der Stadtgeschichte umfasst, sondern auch die prägenden historischen Phasen der Schwanenstadt beleuchtet, wertet und in größere Zusammenhänge einordnet. „Kleve hat eine besondere Geschichte“, so Krebs. Die Stadt mit der Burg ist macht sich zwar immer klein und provinziell aus, rückt aber im Grenzland zwischen Deutschland und den Niederlanden oft auch in den Mittelpunkt. „Kleve hatte oft eine besondere Stellung“, so Krebs. Erinnert sei an die goldene Zeit unter den Klever Herzögen oder Johann Moritz von Nassau-Siegen, die französische Besatzungszeit oder der Einfluss der Preußen.

Der Neudruck richtet sich nun vor allem an Neubürger und Studenten, die sich schnell über Kleve informieren möchten. Die Anregung kam übrigens von der Buchhandlung Hintzen. Hier hat man schon schnell gemerkt, dass eine kleine Geschichte über die Stadt Kleve fehlt. „Das Pfund dieses Büchleins ist seine Verständlichkeit. Das können auch Schüler in der 5. Klasse lesen“, sagt Sigrun Hintzen. Der Text sei zudem sehr gut geschrieben.

Die Neufassung wurde jetzt in einer Auflage von 1000 Exemplaren durch den Pagina-Verlag erstellt. Verleger Franz Engelen hat dafür die Recht von Norbert Lützenkirchen übernommen, der die ersten beiden Auflagen des Büchleins herausgegeben hat.