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Kommunalwahl

Ein Rededuell ohne erkennbaren Sieger

11.08.2009 | 18:16 Uhr

Kevelaer. Die beiden Kandidaten um das Bürgermeisteramt der Stadt Kevealer haben das erste öffentliche Rededuell hinter sich.

Einen klaren Sieger hat die von der Kolpingsfamilie veranstaltete Podiumsdiskussion mit Norbert Killewald und Dr. Axel Stibi am Montagabend allerdings nicht hervorgebracht. Man kann es Stibi zugute halten, dass er die parteiische, wahrlich nicht immer nachvollziehbare und in Teilen reichlich unangemessene Moderation insbesondere von Franz Josef Nahen nicht stärker für sich zu nutzen versuchte.

Der Amtsinhaber punktete bei wallfahrtsnahen Themen. „Das Gnadenbild ist ein Anspruch”, betonte Stibi. So sei es für einen Bürgermeister Kevelaers nicht denkbar, dass er keinen guten Draht zum Priesterhaus habe. Stibi unterstrich, dass während seiner Amtszeit etliche gute Investitionen im Hochbau getätigt worden seien – ohne, dass er aber am Montag eine dezidierte Leistungsbilanz vorstellen wolle.

Killewald hielt mit seiner langjährigen Tätigkeit für das Deutsche Rote Kreuz dagegen und mit den Aufgaben, die er in dieser Zeit und während seiner Tätigkeit als sozialpolitischer Sprecher der Landes-SPD im Düsseldorfer NRW-Parlament erfolgreich umgesetzt habe. Nachweislich, wie er mehrfach betonte.

Dabei wurde es dem Herausforderer um das Amt mit einem besonders Killewald-kritischen Gast im Publikum nicht einfach gemacht, der ein ums andere Mal verbale Attacken in Richtung Podium sendete. Im Publikum im Petrus Canisius Haus tummelten sich neben Mitgliedern und Freunden der Kevelaerer Kolpingsfamilie jede Menge Ratsvertreter, von denen sich die meisten auf die reine Beobachtung beschränkten, andere das Forum allerdings auch für eigene politische Ausführungen nutzten, um so den einen oder anderen Kandidaten zu stärken.

Zweieinhalb Stunden lang arbeiteten sich die vier Herren auf dem Podium durch Themen wie Haushalt, Bildung, Ehrenamt, Gebührenerhöhungen, Investitionen und den umstrittenen Rathausbau.

Während Stibi in diesem Punkt seinen Sanierungsweg verteidigte und darauf hinwies, dass er eine „Aufgabe zu lösen” habe, stellte Killewald die Finanzierungsmöglichkeit gänzlich in Frage. Er wolle als Bürgermeister erst einmal einen Kassensturz machen, um zu sehen, wie viel sich die Stadt überhaupt leisten könne.

Heute Abend können die Bürger einen zweiten Schlagabtausch der Kandidaten verfolgen. Die Dehoga Nordrhein und die Unternehmervereinigung laden um 19.30 Uhr ins Haus Klinkenberg ein.

Sonja Volkmann

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