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Ein neuer Mittelpunkt

28.03.2009 | 00:04 Uhr
Ein neuer Mittelpunkt

Der Erweiterungsbau der Gustav-Adolf-Hauptschule in goch wurde gestern offiziell eingeweiht.

Goch. Ein gutes Gefühl. Für Schüler, Lehrer und den Schulleiter. Für ihn womöglich sogar besonders. Denn sein Schreibtisch stand vor einem Jahr noch dort, wo heute eine rote Mauer mit weißer Schrift zum „Essen fassen” einlädt – und den Weg in die nigelnagelneue Mensa weist. Der Erweiterungsbau der Gustav-Adolf-Hauptschule in Goch wurde gestern feierlich eröffnet – und von vielen Augen bestaunt. Hell und freundlich, großzügig und modern sind die neuen Räume. Als Sahnehäubchen gab's einen neugestalteten Schulhof dazu. Kein Wunder, dass die Qualitätsprüfung „Vorbildlichkeit” attestierte.

Nicht ohne Stolz empfing Franz van Beek gestern zahlreiche Gäste aus städtischer Verwaltung, Schulleitern, Kollegen, Politikern, Vertretern der Kirchen und Handwerksbetrieben, die gemeinsam den modernen Start einer der ersten erweiterten Ganztagshauptschulen feierten. Und auch wenn der Hausherr in seiner humorvollen Ansprache auf die Schwierigkeiten während der Bauzeit hinwies, dankte er herzlich für das vorbildliche Ergebnis. „Wir alle können stolz sein auf das, was hier entstanden ist”, sagte auch Gochs Vizebürgermeisterin Gaby Theissen. Das Umfeld habe stets großen Einfluss auf die Leistungsbereitschaft eines Menschen, an der Hauptschule seien gute Voraussetzungen geschaffen. „Das schulden wir den nachfolgenden Generationen.”

Mensa, Unterrichts- und Aufenthaltsräume sowie ein riesiges, sehr modernes Lehrerzimmer und mehr hat sich die Stadt Goch knapp 2,2 Millionen Euro kosten lassen. Unterstützung gab's aus Landes- und Bundesmitteln mit rund 1,6 Millionen Euro.

Architekt Klaus Völling stellte einige Ideen über die Neukonzeption vor. Das stetige Ziel: „Der Schule einen neuen Mittelpunkt zu geben”, sagte er, „nicht zuletzt auch um ein Zeichen zu setzen, dass die Stadt Goch an diese Schulform glaubt.” Den Segen erhielt der Neubau von Pfarrerin Rahel Schaller und Pastoralreferent Markus van Berlo.

Einige Schüler brachten in Tanz- und Rollenspiel ihre Begeisterung zum Ausdruck und hielten gleich fest: „Früher war der Schulhof eingezäunt, das war wie im Knast.” Und: „Das Lehrerzimmer ist zum Paradies geworden.” Das Allerbeste ist aus ihrer Sicht übrigens etwas nicht-baulicher Natur: das Mensa-Essen. Lecker und gesund. Haben sie gesagt.

Vor rund vier Wochen, etwa 14 Tage vor dem Amoklauf in Winnenden, hatte ein Schüler der Gustav-Adolf-Hauptschule einen Amoklauf in Goch angedroht. Er wurde der Schule verwiesen. Das Gebäude ist nun so gesichert, dass keiner einfachen Zutritt bekommt.

Katrin Reinders (Text) und Thorsten Lindekamp (Foto)

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