Ein Dankeschön für Ehrenamtliche

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Bedburg-Hau..  Sie verteilen Lebensmittel an Bedürftige, besuchen ältere Menschen, trainieren Sportmannschaften oder engagieren sich für die Umwelt – Ehrenamtliche. In zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen sind diese Menschen aktiv. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit für das Allgemeinwohl – und das ohne eine Entlohnung zu erhalten. Für viele geht es dabei ums Helfen. So auch für Petra Reuvers, ehrenamtliche Helferin für den Fair-teiler: „Ich helfe einfach gerne.“ Für die einen ist das genug, andere wünschen sich Anerkennung für ihre Arbeit. „Ich bin ganz und gar nicht materiell eingestellt, sondern engagiere mich aus innerem Antrieb heraus, aber ein kleines Dankeschön ist doch nicht verkehrt“, sagt Sylvia Pleuger, die für das Rote Kreuz aktiv ist.

Wie könnte so ein Dankeschön aussehen? Eine Möglichkeit ist die Ehrenamtskarte, eine von der Landesregierung unterstützte Karte, mit der Ehrenamtliche Vergünstigungen erhalten. Das kann beispielsweise eine rabattierte Eintrittskarte für ein Museum oder Schwimmbad sein oder auch ein vergünstigtes Frühstück beim Bäcker. Eingeführt wird die Karte von den Städten und Gemeinden.

In Emmerich gibt es sie bereits. In Bedburg-Hau wird aktuell über die Einführung der Ehrenamtskarte diskutiert. Der Rat prüft nun, welche Angebote die Gemeinde machen kann und in welcher Form Gewerbetreibende sich beteiligen. Der Werbering wurde angefragt. Erste Ergebnisse soll es auf der Ratssitzung am 26. März geben. „Grundsätzlich sind wir der Ehrenamtskarte gegenüber positiv eingestellt“, sagt Jörg Bingel, Vorstand des Werberings. Nun sei es an den Mitgliedern konkrete Vorschläge zu liefern. Timo Güdden, zuständig für den Bereich Soziales bei der Gemeindeverwaltung, gibt jedoch zu bedenken, dass bei der Karte viele Ehrenamtliche außen vor blieben: „Nur, wer sich mindestens fünf Stunden die Woche engagiert, kann die Karte beantragen.“ Damit sind jene, die nur ab und zu aktiv sind, nicht berücksichtigt. Eine von Güdden eingebrachte Alternative wäre die Wiedereinführung eines Festaktes für Ehrenamtliche. 2004 gab es eine solche Feierlichkeit. Zwei Ehrenamtliche, die die Vereine selbst vorschlugen, wurden in feierlichem Rahmen vom Bürgermeister geehrt und erhielten ein kleines Präsent. Für die Ehrung gab es keinerlei Kriterien. Der damalige Bürgermeister Hans Görtz hatte das angestoßen. Was dabei rauskommt, bleibt abzuwarten.