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Ein Café auf Knopfdruck

19.02.2010 | 17:52 Uhr
Ein Café auf Knopfdruck

Kleve. Eine Idee für die Gestaltung der Straße Opschlag in Kleves Unterstadt: Mobiler Container statt fester Pavillons. Der Eröffnungstermin 30. April („Moonlight shopping” in Kleve) steht nach wie vor als feste Größe.

Es war ein furioser Gag des amerikanischen Künstlers Adam Kalkin, als er zur Biennale d'arte 2007 sein „Push-The-Buttom-House” vorstellte. Ein nüchterner rechteckiger Schiffscontainer faltete sich auf Knopfdruck wie eine Blüte auf und klappte ein edles Illy–Cafe´ inclusive Lämpchen auf weißen Tischen auf. Vielleicht nicht ganz so schön, aber ähnlich könnte eine Übergangslösung aussehen, die das Stadtmarketing derzeit für den Bereich Opschlag durchdenkt.

Pavillon bauen ist teuer

Denn viele Klever Gastronomen können hier den Bau von gewünschten drei „Pavillons” nicht finanzieren. Pachten und betreiben würden einige Wirte sie schon. „Nur ein Gedanke”, dämpft Ute Schulze-Heiming, Chefin des Stadtmarketings, zu große Hoffnungen. „Aber für einen Container wären die Kosten überschaubar und ließen sich zeitlich begrenzen.” Nicht drei, aber ein Container könnte vielleicht zum Eröffnungstag 30. April schon stehen – „das ist auch eine Transportfrage”. Anschluss-Nutzungen wie Verkaufscontainer wären vorstellbar, schildert sie der NRZ aktuelle Überlegungen zur Besiedlung der Pflaster-Flächen.

Der Eröffnungstermin 30. April („Moonlight shopping” in Kleve) steht nach wie vor als feste Größe. Der Frost scheint vorbei zu sein, höchste Zeit, am Opschlag in Kleve weiter zu arbeiten. Jetzt wird am Brücktor gepflastert, und es wird die Beleuchtung installiert: Säulen-Leuchten an den Brückenpfeilern, Licht auch unter der Brücke und im Brückengeländer. So zählt es Tiefbauamtsleiter Willibrord Janßen auf. Material für Schwimmsteg und Wasserfontänen, die die Kollege von den Umweltbetrieben der Stadt installieren werden, ist bestellt.

Die Ausschreibungen zur sonstigen „Möblierung” laufen, berichtet Planungsamtsleiter Dirk Posdena. 25 000 Euro stehen für Bänke, Mülleimer und eben die Lampen zur Verfügung. Gleichzeitig laufen die Ausschreibungen für die Bepflanzung des neuen Spoykanal-Ufers in der Unterstadt. „Der Boden muss noch ein wenig tauen.”

Ist den Verwaltungsleuten die Bürgerkritik zu Ohren gekommen, dass der Opschlag nun zubetoniert sei, man durch die zusätzliche Brücke über dem Spoykanal eher weniger vom Wasser sieht als mehr? Dirk Posdena verneint: „So haben wir das noch nicht gehört.” Ziel des Umbaus in der Unterstadt sei ja vor allem, „dass man ans Wasser herankommt” (gegen Reinplumpsen gesichert). Bis April sei der Schwimmsteg angebaut, an dem Paddler aus dem Moritzpark auch auf einen Kaffee hier am Ende der Fußgängerzone anlegen könnten.

Astrid Hoyer-Holderberg

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