Ein bäriger Pfundskerl regiert Kleve
20.11.2011 | 16:16 Uhr 2011-11-20T16:16:00+0100
Kleve. Prinz Thommy wurde feierlich proklamiert. Kay Scheffel begeisterte als Bauchredner und erinnerte an Heinz Erhardt.
Die Schwanenstadt hat ihn wieder: den Narrenvirus. Seit spätestens Samstag sind die Jecken davon infiziert. Und das nicht ohne Grund. Die närrische Regentschaft übernahm Prinz Thommy „der Bärige“, der mit seiner Garde, den Germania Ströpkes, und der Priga 03 von Anfang an für gute Laune sorgte. Besonders begeistert waren die über sechs Mal einhundertelf Zuschauer vom Gardetanz der Germania Ströpkes, die mit 19 Mädels eine schwungvolle Einlage auf der Bühne zeigten. Wer sich eigentlich hinter der neuen Tollität verbirgt, warum er eigentlich gar kein Prinz werden dürfe, da er ja schon in seiner Heimat Rindern Schützenkönig war, das verrieten Melanie Salija und Markus Kok. Die beiden sind Mitglieder der Karnevalsvereine Germania Materborn und Viethens Bullen, denen die neue Tollität, Pfundskerl genannt, angehört.
Prinzen- und Gardelied rissen von den Stühlen
Auch gesanglich ließ der „Prinzenblock“ keine Wünsche offen. Denn kein Minderer als Kleve-Lied-Komponist und -Sänger Stefan Quinkertz präsentierte das Prinzenlied „Hey, wir wollen Prinz Thommy sehen“. Das Ganze toppte Quinkertz mit einem tollen Gardelied, das die Narren von den Stühlen riss. Einfach bärenstark! Apropos „Bärig“. Jetzt wissen wir auch, warum Prinz Thommy „der Bärige“ heißt: „Ich trinke gern, ich esse gern. Und so bin ich auf den Namen gekommen.“
Doch bevor das Narrenoberhaupt Thommy seinen jecken Thron erklimmen konnte, hieß es für Kleves jüngsten Prinzen, Michael „den Flammenden“, Abschied nehmen. Abschied von einer tollen Session, einer unvergesslichen Zeit. Auch aus Sicht von KRK-Präsident Norbert Pauls und Bürgermeister Theo Brauer. Sein „jugendlicher Charme und die Unbekümmertheit begeistert“, so Brauer.
Lachsalven erntete Kay Scheffel. Nicht nur mit seinen vorgetragenen Heinz Erhardt-Gedichten, sondern ebenfalls als Bauchredner. Wie einfach das Bauchreden ist, konnten Theo Brauer und die Prinzen-Partnerin, Claudia Jacobs, unter Beweis stellen. Brauer mit tief dunkler, Jacobs mit einer piepsigen Stimme. Auch tänzerisch wurde einiges im zweiten Teil der Proklamation geboten. Aus Leverkusen war das Tanzcorps Rheinflotte mit akrobatischen Einlagen dabei. In eine „Nacht der Träume“ ging’s mit der Gruppe „Finesse“ der Fidelitas Materborn.
Die vielfach ausgezeichnete Germania-Solotänzerin Katrin Welke durfte ebenfalls nicht fehlen. Zum Schluss verbreitete Schlagersänger Tommy Zanko noch Stimmung.
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