Ehrenamt gegen Alltags-Tücken
05.10.2011 | 19:24 Uhr 2011-10-05T19:24:00+0200
Kreis Kleve.Maria Küsters aus Uedem erhielt die Malteser Verdienstmedaille, den großen Silbernen Orden, für ihr Engagement.
„Heiß und kalt sollt ihr sein, nicht lauwarm“, zitierte Marlies van Dornick, Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes (MHD) in Kalkar, den neuen MHD-Vorsitzenden Karl Prinz zu Löwenstein. Und sprach damit der stellv. Diözesanleiterin Maria Küsters genau die damit gemeinte Leidenschaft zu, mit der Maria Küsters seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich im Dienste des MHD tätig ist.
Sucht Nähe der Hilfsbedürftigen
Im Kalkarer Zuhause der Malteser wurde ihr genau dafür eine große Ehrung zu Teil: Der Malteser Orden bedankt sich bei der 72-jährigen Uedemerin dafür in dieser Woche mit der Verdienstmedaille in Silber. Bei der Ehrung in der Nicolaistadt im hochkarätigen MHD-Kreis begrüßte Marlies van Dornick quasi als Hausherrin die Gäste und freute sich über die Ehrung, die ihrer Freundin zu Teil wurde. „Damit wird eine Frau geehrt, die seit langer Zeit mit sehr viel Engagement im Ehrenamt tätig ist und nicht müde wird, Menschen für die Aufgaben der Malteser zu begeistern... weil Nähe zählt!“
Die Stadtbeauftragte van Dornick ergänzte: „Dieser Leitspruch trifft perfekt auf die Arbeit von Maria Küsters zu. Sie sucht die Nähe der Hilfsbedürftigen, hilft, vermittelt Hilfe, kompetent und wertfrei. Und sie vermittelt ihren Mitstreitern: Wer bei uns Maltesern ist, ist ganz Malteser und wird als solcher ganz angenommen. Es gibt keine halben Sachen bei uns.“
Wie wahr. Maria Küsters lebt diese Einstellung seit mehr als 20 Jahren mit ganzem Herzen. Dr. Gabrielle von Schierstaedt, Diözesanoberin der Malteser, die die Ehrung vornahm, ließ den ehrenamtlichen Werdegang der engagierten MHD-Frau Küsters Revue passieren. Es begann Anfang der 90er Jahre mit dem Einsatz und der Ausbildung von Schwesternhelferinnen, setzte sich fort mit vielen sozialen Diensten. So wurde der Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) von ihr hier in der Region ins Leben gerufen. Dabei organisierte Maria Küsters den BBD nicht nur – sie legte auch selbst den „Rollstuhlführerschein“ ab. Übrigens mit Marlies van Dornick. Zuletzt setzte und setzt sie sich für den Hospizgedanken ein, gründete die erste Gruppe 2007 in Uedem. Es folgten weitere.
Maria Küsters: „Der Hospizgedanke bewegt mich als urchristlicher Gedanke. Wir geben, aber wir bekommen sehr viel mehr zurück.“ Dass sie selbst sich so tief ins zeit- und kraftraubende MHD-Ehrenamt werfen konnte, verdankt die Trägerin der silbernen Verdienstmedaille nach eigenen Angaben drei Säulen: „Meiner Gesundheit und Hartnäckigkeit, meiner Familie und den vielen MHD-Ehrenamtlern.“ Sie ergänzt: „Meine Ehrenamtlichen sind die wahren Säulen meiner Arbeit.“
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