„Durchzug“ am Gocher Bahnhof

Goch..  An diesem Wochenende dreht sich im Kreis Kleve alles um die Kultur. Selbstverständlich beteiligt sich auch das Museum Goch an den Kreis Klever Kulturtagen und lädt für Sonntag, 17 Uhr, zu einem Künstlergespräch mit Albert Weis, Richard Hoppe-Sailer und Dr. Stephan Mann ein. Das Gespräch findet im Rahmen der Weis-Ausstellungen „parade (silver)“ im Kunstverein Bochum sowie „silver“ im Museum Goch statt. Mit dem Abend endet die Gocher Schau. „Wir zeigen mit unserer Teilnahme an den Kulturtagen, dass das Museum geöffnet ist“, erklärt Museumsleiter Stephan Mann. Es sei richtig, an diesem Wochenende Veranstaltungen wie Ausstellungen und Konzerte hervorzuheben, findet er. „Aber offen haben wir immer, auch außerhalb der Kulturtage.“

Besonders freut den Museumsleiter aber, dass Goch noch über einen weiteren Ort der Kunst verfügt. Als solcher als Konstante etabliert habe sich dank der Unterstützung durch den Gocher Kommunalbetrieb das Atelier von Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch im Gocher Bahnhof. Seit inzwischen sechs Jahren nutzen die beiden Künstler im Rahmen der Kulturtage das Bahnhofsfoyer, luden unter anderem zu Konzerten und Theater ein. In diesem Jahr halten die Sängerin und der Maler geheim, was sie ihren Besuchern präsentieren. Verraten will Martin Lersch über die geplante Inszenierung nur soviel: „Zu sehen sind Schriftbilder und Ölmalerei. Und wir gehen auf die Bahnhofssituation ein“. Der Titel der Veranstaltung spielt mit dem Ort, an dem sie stattfindet, und lautet „Durchzug“.

Sieben Stunden lang, am Sonntag von 12 bis 19 Uhr, haben Besucher Zeit zu erleben, was sich die beiden kreativen Köpfe ausgedacht haben. Im übrigen eine einmalige Gelegenheit, weil Lersch und van der Grinten alles ‘nur’ für diesen einen Tag vorbereitet haben. Bilder von Martin Lersch sind am Wochenende außerdem im Haus Koekkoek in Kleve und im Museum Goch zu sehen.