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Drei Zimmer, Küche, Flughafen

05.11.2007 | 18:20 Uhr

WIRTSCHAFT. Auf dem Gelände des Airports ziehen weitere hundert Leiharbeiter ein.

WEEZE. Zimmer mit Aussicht auf das Flughafengelände haben die Leiharbeiter der niederländischen Firma "Otto werkt". Das Quartier in Weeze scheint zu gefallen, denn die Firma mietet weitere 20 ehemalige Soldatenwohnungen für ihre meist polnischen Mitarbeiter an. Das bestätigte jetzt Flughafensprecher Ludger van Bebber.

Zu den 500 Leiharbeitern, die bereits auf dem Flughafengelände eine Bleibe haben, gesellen sich voraussichtlich ab Januar weitere 100 Angestellte der Zeitarbeitsfirma. "Die arbeiten alle in den Niederlanden", so Ludger van Bebber. Im vergangenen Jahr hatte es Unmut darüber gegeben, dass so viele ausländische Zeitarbeitskräfte in Weeze wohnen. "Es wäre der Hammer, wenn mit unseren Steuergeldern dem hiesigen Handwerk geschadet würde", hatte Ute Sickelmann, Sprecherin der Kreistags-Grünen im Juni 2006 gesagt. Laut van Bebber ist das nicht der Fall. Die neuen Mieter sollen als Produktionshelfer im Nachbarland arbeiten.

Zweiter Kritikpunkt: Auf dem Airport-Gelände sollen laut Nutzungsgenehmigung nur Betriebe angesiedelt sein, die in enger Beziehung zum Flughafen stehen. "Das gilt nicht für eine vorübergehende Nutzung", sagt der Flughafenchef. Drei bis fünf Jahre würden die Häuser vermietet. Ludger van Bebber: "Das ist keine langfristige Planung."

Gerüchte, dass ab 12. November Frachtflüge ab Weeze Richtung Coventry abheben, mag Flughafensprecher Holger Terhorst nicht bestätigen. Es werde aber "intensiv" an dem Projekt gearbeitet. Der Start der Frachtflüge von "Business direct" war zuletzt für vergangenen Sommer angekündigt.

JULIA MÜLLER

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