Doch Hoffnung fürs Milchwerk
28.04.2010 | 13:21 Uhr 2010-04-28T13:21:00+0200
Kalkar. Das niederländische Unternehmen, das den Standort Kalkar/Kehrum mit 200 Mitarbeitern im November 2011 schließt, sucht jetzt Käufer für das Werk aus der milchverarbeitenden Branche. Den Zuschlag könnte auch an die Konkurrenz gehen.
Überraschende Wende in der Konzernstrategie von „Royal Friesland/Campina“: Das niederländische Unternehmen, das den Standort Kalkar/Kehrum mit 200 Mitarbeitern im November 2011 schließt, sucht jetzt Käufer für das Werk aus der milchverarbeitenden Branche – den Zuschlag kann also auch ein Konkurrent erhalten. „Das stimmt. Darüber bin ich vor wenigen Tagen von der Konzernleitung informiert worden“, bestätigt Werkleiter Hans Hendriksen gegenüber der NRZ.
Bürgermeister Gerd Fonck, der das Thema Milchwerk zur Chefsache gemacht hat, wurde unverzüglich über die neue Entwicklung durch Hendriksen informiert. „Das ist ein Hoffnungsschimmer für den Standort und die betroffenen Mitarbeiter“, sagt er auf Anfrage dieser Zeitung.
Kleiner Funken Hoffnung
Fonck hatte die Konzernleitung gedrängt, ihn möglichst im ersten Quartal über dessen Pläne mit dem Standort zu informieren. „Eine Schließung ohne Nachfolge-Nutzung hat gravierende Auswirkungen für die Stadt, aber auch die Region“, unterstreicht Kalkars Bürgermeister.
Als „neue Aussage“ wertet Betriebsrats-Vorsitzender Joe Alford die jetzt eingeschlagene Politik des Konzerns. „Für eine Beurteilung ist es noch zu früh. Ich würde im Moment von einem kleinen Funken Hoffnung sprechen“, sagt er. Unterdessen gingen die Sozialplan-Verhandlungen für die Mitarbeiter weiter. Bis zu den Sommerferien, so Alford, sei mit einer Einigung zu rechnen.
Schließung wegen Fusion
Erst durch die Fusion von Campina und Friesland zur größten Molkerei-Genossenschaft der Welt kam es zur jetzigen Situation, dass das rentable Werk geschlossen wird. Kurz vor Weihnachten war die Belegschaft informiert worden. Die Produktion werde verlagert, die Maschinen sollten demontiert werden. Geblieben wäre eine „leere Hülle“, hatte Konzernsprecherin Sabine Simon angekündigt. Das, so die Kurs-Änderung, muss jetzt nicht unweigerlich geschehen.
„Es gibt jetzt eine kleine Chance“, ist Hendriksen vorsichtig optimistisch. Der Konzern, der zuletzt eine Energiezentrale für den Standort Kalkar-Kehrum bauen ließ, „geht jetzt auf Investoren-Suche“, so Werkleiter Hans Hendriksen. Geeignetes Personal stünde einem neuen Molkerei-Besitzer sofort zur Verfügung.
15:20
Herr Fonck ist einfach überfordert, hat keinerlei Wirtschaft- und Finanzkompetenz, woher auch?
Das lernt man nicht auf der Gaesdonck! Höchstens beten ...
19:29
Das kommt doch gut so kurz vor den Wahlen.
Ausserdem kann man so die Mitarbeiter noch ein wenig motivieren bevor Sie dann nächstres Jahr entlassen werden.
Immerhin muß bis dahin die Produktion voll weiterlaufen.
Ich selber übrigends glaube an Herrn Fonck und an den Osterhasen !