Die Wandlung eines Stadtviertels

Architektin Christiane Behrens und Gewoge-Geschäftsführer Michael Dorißen stellten den neuen Wohnpark vor
Architektin Christiane Behrens und Gewoge-Geschäftsführer Michael Dorißen stellten den neuen Wohnpark vor
Foto: NRZ
Die Klever Wohnungsbaugesellschaft Gewoge investiert 17 Millionen Euro in einen Wohnpark an der ehemaligen Küppersstraße. Im Juli ziehen die ersten Mieter ein

Kleve..  Die ehemalige Küppersstraße ist kaum noch wiederzuerkennen. Innerhalb von einem Jahr hat sich das Gesicht der einst städtischen Arbeitersiedlung grundlegend verändert. Die Klever Wohnungsbaugesellschaft Gewoge investiert zurzeit 17 Millionen Euro in die Neugestaltung des Areals. Am 1. Juli werden die ersten Mieter in die neuen Mehrfamilienhäuser an der Richard-van-de-Loo-Straße einziehen, so wie die Küppersstraße nun heißt.

Günstige Mieten

Erstaunlich, was man in einem Jahr verändern kann. Die alten Mehrfamilienhäuser aus den 70er Jahren wurden abgerissen und jetzt durch neue Wohnblöcke ersetzt, die allen modernen Ansprüchen genügen - und auch für sozial benachteiligte Bewohner geeignet sind. Denn die Mieten und Wohnungsgrößen sind moderat. Von den 80 Wohneinheiten werden 17 Wohnungen öffentlich gefördert. Der Quadratmeterpreis liegt bei 5,40 Euro. Die frei finanzierten Wohnungen liegen bei 7,75 Euro/qm.

Gewoge-Geschäftsführer Michael Dorißen freut sich, dass die ersten beiden Wohnblöcke fast vollständig vermietet sind. Die sei vor allem der attraktiven Lage und der guten Ausstattung der Wohnungen geschuldet. Jede Wohnung wurde mit großzügigen Fenstern versehen, einem hellen Bodenbelag und einer modernen Badaus-stattung. „Und wir liegen mit dem Preis unterm Marktniveau. Das ist ein unschlagbares Angebot“, sagt Dorißen.

Das neue Wohnviertel firmiert als so genannte Klimaschutzsiedlung. Alle Gebäude sind darauf ausgelegt, möglichst wenig Energie zu verbrauchen und die Energie, die verbraucht wird, auch mit erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen. So sind alle Gebäude an ein Nahwärmenetz angeschlossen, das mit Pelletheizungen versorgt wird.

Besonders interessant sei auch das Wohnkonzept an sich. Denn das Leben an der van-de-Loo-Straße soll sich künftig nicht im Hintergarten abspielen, sondern draußen vor den Häusern.

Gemeinschaftsräume

Architektin Christiane Behrens vom Unternehmen Reppco erklärt, dass man die Mehrfamilienhäuser bewusst weiter entfernt von der Straße platziert habe. Die Autos verschwinden in einer Tiefgarage, die für 48 Autos Platz bietet, und vor dem Häuser werden Spielplätze, Wasserspiele und Freiflächen für Kinder entstehen. Im Erdgeschoss eines Hauses wird ein großer Gemeinschaftsraum angelegt, den die Bewohner für gemeinsame Veranstaltungen oder privat nutzen können. Zwei weitere Erdgeschosswohnungen werden speziell für Rollstuhlfahrer ausgestattet.

Bis Oktober sollen alle im Bau befindlichen Gebäude fertig sein. Die Außenanlagen und die Straßen müssen ebenfalls noch erstellt werden. Acht weitere Einfamilienhäuser werden später noch errichtet.

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