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Die Mischung macht's

19.09.2008 | 18:16 Uhr

Realschule Kalkar startet ins zehnte Jubiläumsjahr. Individuelle Förderung wird nach wie vor groß geschrieben.

KALKAR. Keinen einzigen Stuhl, kein Papier, noch nicht mal einen Stift gab es in der Realschule Kalkar, als das damals fünfköpfige Kollegium 1999 den Schulbetrieb aufnahm. Da war Kampfgeist, Kreativität und vor allem Verantwortung gefragt. Die übernahm Schulleiterin Ursula Paul gern.Heute kann sie auf fast zehn erfolgreiche Jahre ohne Beschwerden zurückblicken.Im Gegenteil: Die Schule wächst. „Wir sind von 50 auf 500 durchgestartet”, sagt die Schulleiterin – eine beachtliche Leistung und das, ohne an Qualität einzubüßen. Noch im vergangenen Jahr zeichnete Schulministerin Barabra Sommer die Kalkarer mit dem Gütesiegel für individuelle Förderung aus. Die wird am Bollwerk ganz groß geschrieben. Schon so mancher Schüler sei überrascht vom speziellen Konzept der Realschule gewesen: „Wir haben einen starken erzieherischen Schwerpunkt, begleiten den einzelnen Schüler sehr intensiv”, erklärt Paul. Im Gegenzug sei man eben auch konsequent, was eventuelle Strafen bei Regelverstößen betreffe. Die Mischung aus Autorität und Freiheit mag dafür sorgen, dass es an „dieser Schule keinen Platz für Pessimismus gibt”, wie ein Wegbegleiter beobachtet hat, der seit Anfang dabei war: Bürgermeister Gerhard Fonck. Bei der Grundsteinlegung noch Vorsitzender des Sonderausschusses, der extra zur Schulgründung gegründet wurde, steht er heute vor den Bildern und schaut auf eine „schöne, gut gepflegte Schule”. „Die Realschule hat unsere Schullandschaft vervollständigt”, sagt Fonck. Ein solches Angebot sei in einer Stadt mit 14 000 Einwohnern außergewöhnlich. Nicht zu vergessen sei, dass dadurch auch die schulische Versorgung der Nachbarkommunen, hier insbesondere Uedem und Bedburg-Hau gewährleistet sei. Die Bildungseinrichtung am Bollwerk sei eine nennens- und lobenswerte Größe. Eine, mit der sich die Schüler anscheinend gerne identifizieren. Das bezeugt nicht zuletzt die positive Resonanz auf die dunkelblauen Polo-Shirts und Kapuzenpullis mit dem Schulemblem. Kartonweise hat Ursula Paul die Schulkleidung bereits bestellt. „Wir werden sehen, ob der Wunsch auch nach dem Jubiläumsjahr weiterhin besteht”, sagt Paul, die dem Druck, den die Dichte an Reformen auf die Schulen ausübt, gemeinsam mit ihrem jungen Kollegium gewachsen ist. Tatkraft lautet das hiesige Motto und deshalb steht auch schon das nächste Thema auf dem Programm: Die Organisation der Nachmittagsbetreuung.

Unter dem Motto: „Zehn Jahre Realschule Kalkar – und kein bisschen leise” starteten die Schüler mit einem Sponsorenlauf ins Jubiläumsjahr. Am 24. Januar treffen sich Eltern und ehemalige Schüler. Außerdem geplant: eine Projektwoche, sowie ein großer Festakt am 12. Juni 2009.

Stefanie Männchen

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