Die Hürden der modernen Liebe

Kleve..  Das Theater im Fluss aus Kleve feiert am Freitag, 27. Februar, um 20 Uhr eine neue Theaterproduktion. Im Theater an der Ackerstraße am EOC spielt die neunköpfige Gruppe das Theaterstück „eigen®“. Weitere Aufführungen gibt es am 28. Februar und am 6. und 7. März um 20 Uhr. Das Stück „Der Reigen“ von Arthur Schnitzler war der Theater-Skandal der 20er Jahre. Das Stück war wegen seiner angedeuteten Sexszenen sogar verboten. Das neunköpfige Theater im Fluss- Ensemble mit dem Regisseur Harald Kleinecke hat dieses Stück in eine moderne Version umgestaltet.

Angst vor Nähe

Wie in der alten Fassung findet ein Wechselspiel von Verführung, Begierde, Enttäuschung, Heuchelei, Machtspiel, heimlichen Affären und Ehebruch statt. Aber die Protagonisten des 21. Jahrhunderts werden zunehmend durch zeittypische „Eigenarten“ getrieben. Egoismus, übertriebener Narzissmus, Angst vor Nähe und Voyeurismus stehen der Liebesfähigkeit eher im Weg und schaffen Überdruss und Einsamkeiten. Die Figuren leben in (sexuellen) Stereotypen und schaffen sich Identitäten für ihre Selbstinszenierungen.

Die Akteure des Mehrgenerationenensembles spielen nicht ohne Ironie Typen, bei denen das „eigene“ Erleben im Vordergrund steht. Die Sehnsucht nach Liebe sitzt im Wartezimmer. Es spielen Maike Schober, Marie Richter, Charlotte Jäckle, Yvonne Campbell Körner, Maren Evers, Andreas Giese, Severin Roth, Jan Teunissen und Heinz Rogosch.

Vorbestellungen für Eintrittskarten (12 Euro / ermäßigt 7 Euro) können telefonisch unter 02821/97 93 79 oder per Mail unter thea.fluss@t-online.de entgegen genommen werden.