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Politik

Die Flughafenfreundin fährt lieber

02.04.2010 | 22:06 Uhr

Weeze. Der Flughafen Weeze sei immer ein wichtiges Projekt für die Sozialdemokraten gewesen, betonte SPD-Landeschefin Hannelore Kraft bei ihrem Besuch im Airport.

Den sie selbst aber noch nie genutzt hat, was sie auch künftig für unwahrscheinlich hält: „Ich mache lieber Urlaub im Sauerland“, gab sie zu. Aber Zeit für größere Entspannungstouren hat die Ministerpräsidentenkandidatin zumindest bis zu den Landtagswahlen im Mai sowieso nicht.

Auch gestern blieb im eng gesteckten Zeitplan allenfalls eine halbe Stunde Zeit, um im Gespräch mit dem Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber hinter verschlossenen Türen vielleicht doch die eine oder andere Frage anzusprechen.

Infrastruktur nur am Rande Thema

Die Infrastruktur/Parkbewirtschaftung des Flughafens gehörte nur am Rande zu diesen Themen. Allerdings waren sich Flughafenchef und Sozialdemokraten einig, dass bald ein so genannter Verteilerkreis und Kreuzungsanpassungen umgesetzt werden sollten. SPD-Landtagskandidat Norbert Killewald war hier der Überzeugung, dass die OW 1 wohl 2012 gebaut würde.

Auch die Anfrage der NRZ, wie Kraft denn die Chance einschätzt, dass der Flughafen-Investor Herman Buurman den rund 25 Mio Euro Kredit, der in diesem Jahr ausläuft, an den Gläubiger Kreis Kleve zurückzahlen wird, mochte Kraft nicht beantworten: „Ich kenne den Investor doch gar nicht. Ich kann ihn nicht beurteilen.“ Schützenhilfe gab es hier von Bodo Wißen, MdL, der als Kreistagsmitglied erklärte: „Das Jahr ist noch nicht vorbei. Und wir gehen davon aus, dass Ende des Jahres die Kreditpartner ihre Verträge erfüllt haben.“ Hannelore Kraft betonte, dass die Zahlen des Flughafens für sich sprächen. „Ich bin beeindruckt von den Passagierzahlen, die sich auch in Zeiten der Krise so gut entwickelt haben.“

Van Bebber und Kraft waren sich einig, was die Rechtssicherheit betraf – die sei für die Zukunft des niederrheinischen Flughafens unabdingbar. Bodo Wißen wies noch auf eine Forderung seiner Partei hin, dass das Flugverkehrskonzept dringend aktualisiert und angepasst werden müsste. Da sei in der Vergangenheit zwar viel versprochen worden – aber letztendlich nichts geschehen.

Anke Gellert-Helpenstein

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