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Theater

„Die Chemie muss stimmen“

19.02.2013 | 17:58 Uhr
„Die Chemie muss stimmen“
Gruppenbild mit den Darstellern des Theaterstücks - Mein Vater der Junggeselle - auf der Bühne.Foto: Thorsten Lindekamp

Goch.   Die Komödie „Mein Vater, der Junggeselle“ mit Michael Schanze feiert in Goch Deutschlandpremiere

Michael Schanze war schon einmal in Goch, und zwar mit der Komödie „Vier linke Hände“. Im Original heißt sie „Die Nachbarin von oben“. Heute Abend hat er es mit der Nachbarin von unten zu tun. Die Komödie „Mein Vater, der Junggeselle“ von Curth Flatow handelt von einem Journalisten, der sich nach gescheiterter Ehe im Junggesellenleben eingerichtet hat.

Eine schöne Nacht

Mit der Nachbarin von unten hat er gerade eine schöne Nacht verbracht, eine andere Nachbarin besorgt seinen Haushalt.

So lässt sich leben. Doch eines Tages steht sein fast erwachsener Sohn vor der Tür. Er will bei Papa einziehen. Turbulenzen sind vorprogrammiert. Schon lange ist die Gocher Aufführung ausverkauft. Für die Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt, die das Stück produziert, ist der Termin in Goch sehr wichtig. Denn hier erlebt die Inszenierung von Florian Battermann seine Deutschlandpremiere. „Ganz Goch ist schon gespannt“, beteuert Hermann-Josef Kleinen, der neue Leiter der KulTOURBühne.

„Dass ausgerechnet Goch der Ort der Premiere ist, ist ein Zeichen für die gute Kooperation zwischen der Komödie am Altstadtmarkt und der KulTOURBühne.“

50 Aufführungen im Rahmen der Tournee sind geplant, dazu kommen 30 Aufführungen im eigenen Braunschweiger Theater. „Wir sind von Kempten im Allgäu bis Westerland auf Sylt unterwegs“, sagt Battermann.

Dabei kommt das größte niedersächsische Privattheater ganz ohne Subventionen aus. Mit Renate Koehler, Astrid Straßburger, Andreas Werth, Franziska Wagner und Marion König stehen bewährte Kräfte des Theaters auf der Bühne. Neu im Team ist der Schauspieler Michael Schanze, einer ganzen Generation von jungen Erwachsenen noch als Moderator der Kindershow „1, 2 oder 3“ in Erinnerung. „Ich bin ihm nach Berlin und München nachgereist, um ihn für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen“, erklärt der Regisseur. Das hat geklappt.

Chemie muss stimmen

„Wenn wir Spaß da oben beim Spielen haben, überträgt sich das aufs Publikum“, ist Schanze überzeugt. Das findet auch Battermann: „Die Chemie muss stimmen, wenn man ein Vierteljahr miteinander unterwegs ist.“ An Goch schätzen beide die herzliche Art der Menschen. „Das ist schon anders als in anderen Orten“, sagt Schanze. „Wir haben hier gut geschlafen, einen guten Durchlauf gemacht, jetzt steht noch die Generalprobe an.“

Auf Achse

Sogar seinen Gürtel konnte Michael Schanze in Goch um zwei Löcher weitermachen - der Gocher, den er danach fragte, fand nach einigen Erkundigungen schließlich die richtige Adresse. Wenn die Premiere heute Abend - hoffentlich unter großem Jubel - überstanden ist, macht sich die Truppe am Donnerstag auf den Weg Richtung Kassel.

Freitag sind sie dann alle im Odenwald. „Vater, der Junggeselle“ ist eben ganz schön auf Achse – mit der großen Schauspielfamilie.

Andreas Daams



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