Deutlich höhere Müllgebühren

Das Unternehmen Drekopf leert jetzt in Kalkar den Restmüll.
Das Unternehmen Drekopf leert jetzt in Kalkar den Restmüll.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Neuvergabe der Abfallentsorgung führt in Kalkar zu 20 bis 25 Prozent Kostensteigerung. Die Zeiten günstiger Gebühren seien vorbei

Kalkar..  Die Änderungen bei der Abfallentsorgung werden viele Kalkarer in diesen Tagen unangenehm zu spüren bekommen haben. Denn mit dem jüngst zugestellten Gebührenbescheid kann jeder schwarz auf weiß sehen, was die Politik bereits im Dezember 2014 beschlossen hat: Es muss deutlich mehr für die Müllentsorgung gezahlt werden. Die Neuvergabe der Entsorgungskonzession für Restmüll, Papiermüll und Biotonne ging mit erheblichen Kostensteigerungen einher: „Die Steigerungen betragen bis zu 20 und 25 Prozent“, sagt Kämmerer Stefan Jaspers der NRZ. Die zum Teil sehr erheblichen Steigerungen seien vor allem der Tatsache geschuldet, dass Kalkar in den vergangenen Jahren von einem „Dumpingvertrag“ profitierte. Diese goldenen Zeiten seien nun vorbei.

Seit Beginn des Jahres ist das Unternehmen Drekopf aus Mönchengladbach für die Entsorgung des Restmülls und der Biotonne zuständig. Mit dem Anbieterwechsel seien gerade in den ersten Wochen auch einige Problemchen aufgetaucht. Mülltonen wurden nicht abgeholt und die neuen Bezirkseinteilungen waren für viele Bürger noch nicht verständlich: „Wir hoffen, dass diese Probleme jetzt bald weniger werden“, sagt Jaspers. Bei jedem Wechsel seien Probleme unvermeidbar, weil sich im Laufe der Jahre viele Sonderregelungen mit dem Bürger vor Ort ergeben haben – etwa der Mülltonnen-Standort.

Mit dem Anbieterwechsel wurden auch die Tonnen ausgetauscht. Dies sei nahezu reibungslos gelaufen, so Jaspers. Die Mülltonnen sind nun mit einem Chip versehen, der eine klare Zuordnung der Mülltonne zum Haushalt ermöglicht. Mit dem neuen System vermeidet man künftig auch „wilde Tonnen“, die bislang auch entsorgt worden sind, obwohl keine Gebühr dafür gezahlt worden ist. „Das neue System führt zu mehr Gebührengerechtigkeit“, so Jaspers. So habe man bereits im ersten Monat feststellen können, dass einige Kalkarer eine große Tonne an die Straße stellen, aber nur für eine kleine Tonne gezahlt haben.

Die neue Konzession wurde bis Ende 2023 vergeben. Die Gerüchte, dass die Fahrzeuge von Drekopf nicht die ausreichende Abgasnorm besitzen, stimmen nicht: „Alle Fahrzeuge von Drekopf besitzen die Euro-5-Norm“, so Jaspers. Und die sie ausreichend.