Der Strom wird 2012 wieder teurer
07.12.2011 | 19:12 Uhr 2011-12-07T19:12:00+0100Kleve. Netzkosten treiben die Preise für alle Kunden hoch. Klever Stadtwerke legen einen „normalen“ Jahresabschluss 2010 vor.
Rolf Hoffmann sagt es nicht gerne, aber der Strom wird 2012 wieder teurer. Der Geschäftsführer der Klever Stadtwerke teilte am gestrigen Mittwoch auf NRZ-Nachfrage mit, dass aufgrund einer bundespolitischen Entscheidung die Netzkosten für Kleinkunden steigen werden und dies auch Auswirkungen auf alle Kunden der Stadtwerke haben wird – auch auf Clever-Strom-Kunden, die eine Preisbindung haben.
Vor einigen Wochen sei eine Sonderkundenumlage vom Bund beschlossen worden, welche Großkunden entlastet und Kleinkunden belastet. „Die genaue Höhe ist noch nicht bekannt“, sagt Hoffmann. Der Stadtwerkechef geht aber ganz vorsichtig davon aus, dass die Preiserhöhung gut 0,5 Cent je Kilowattstunde betragen könnte. „Ohne die Sonderumlage wäre eine Strompreiserhöhung zum 1. Januar nicht nötig gewesen.“
Der Jahresabschluss 2010, der jetzt der Klever Politik vorgelegt wird, sei etwas besser ausgefallen als geplant, so Hoffmann. Zu dem positiven Ergebnis habe auch der strenge Winter 2010 beitragen. „Im großen und ganzen fällt der Abschluss in einen normalen Rahmen.“
700 000 Euro fließen ins Eigenkapital
700 000 Euro können die Stadtwerke zum Eigenkapital führen, welches sich dadurch auf 19 Millionen Euro erhöht. „Davon profitieren auch unsere Kunden“, so Hoffmann. Denn für das eigene Kapital müsse man keine Zinsen zahlen, was sich wiederum auf die Preise niederschlagen würde. An die Stadt Kleve führt der Betrieb eine Millionen Euro ab. „Eine übliche Summe“, so Hoffmann.
Insgesamt schließen die Stadtwerke das Jahr 2010 mit einer Bilanzsumme von 56,57 Millionen Euro ab. Der Bäderbetrieb umfasst eine Bilanzsumme von 1,19 Millionen Euro und die Versorgungsbetriebe weisen eine Bilanzsumme von 25,7 Millionen Euro aus und einen Gewinn in Höhe von 1,89 Millionen Euro.
Für das Jahr 2011 kann Hoffmann noch keine Prognosen abgeben. Das dritte Quartal habe sich positiv entwickelt. „Allerdings haben wir da noch nicht mit dem milden Oktober gerechnet.“
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