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Der Prinz und sein holdes Weib

12.02.2009 | 00:05 Uhr

Bruni Berns (43) und Petra Tekath (49) aus Kleve fordern eine Prinzessin für den Karnevalsprinzen der Schwanenstadt.

KLEVE. Es war einmal ein einsamer Prinz. Er lebte in Kleve. Ohne holdes Weib an seiner Seite... Schluss damit! Denn dabei soll es nicht bleiben. Das zumindest fordern Bruni Berns (43) und Petra Tekath (49). Die beiden leidenschaftlichen Karnevalistinnen aus der Schwanenstadt setzen sich dafür ein, dass Kleves Prinz endlich eine Frau an seine Seite bekommt. „Weil alles andere veraltet ist”, sagen sie.

„Frauen bringen soviel Power mit ins Spiel, da würde man bestimmt weniger Probleme bei der Prinzensuche haben”, mutmaßt Bruni Berns. Und so haben sie und Petra Tekath nun einen offenen Brief an Kleves Karnevalisten verfasst, mit dem Aufruf für eine Prinzessin im Klever Karneval die Fahnen hochzuhalten. Das Problem: Dagegen spricht die Satzung des Klever Rosenmontags Komitees (KRK). Aus Tradition. „Wir wollen mit unserer Aktion wahrlich keinen Unfrieden stiften”, sagt Bruni Berns, „aber wir sind auf so große Resonanz gestoßen, da bleiben wir doch aktiv am Ball.” Gemeinsam signalisieren die Damen jedoch auch: „Wir stellen uns gerne den Kritikern und sind zu einem offenen Dialog bereit. Dieser fand leider bisher nicht statt.”

1000 „Prinzessin für Kleve”-Buttons sind in dieser Session bereits im Umlauf. Dafür haben die aktiven Damen gesorgt.

Während sie ihre Idee am Anfang mit „Prinzessinnen-Tischkarten” bei Sitzungen verteilten, geht's inzwischen mit Ansteckern und Co. weiter. Bürgermeister Theo Brauer stehe zu 100 Prozent hinter der Idee, auch „Achim der Tierische”, Kleves amtierender Prinz, hat öffentlich Unterstützung zugesichert. Ihm und dem „Bullenexpress” sei allerdings verboten worden, die Buttons weiter zu tragen. Wer diese Anweisung gegeben haben soll, blieb bisher offen. „Wir haben mit der Aktion eine Lawine ausgelöst, die wohl kaum noch aufzuhalten ist”, meint Bruni Berns. Und was sagt das KRK? Am Montagabend gab es eine Sitzung des Vorstands. Die offizielle Stellungnahme seitens des KRK dazu bleibt aus. „Wir haben einstimmig beschlossen, dass wir bis Aschermittwoch nichts dazu sagen”, gab Pressesprecher Rolf Görtz bekannt, „bis dahin wollen wir tollen Karneval feiern und uns nicht auf Nebenschauplätzen aufhalten”. Die Initiatorinnen der Prinzessinnen-Kampagne seien jedoch eingeladen, dem KRK ihr Anliegen vorzutragen.

Katrin Reinders

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