Der Hettsteeg wird geöffnet

Die Verbindung nach Kranenburg darf endlich genutzt werden.
Die Verbindung nach Kranenburg darf endlich genutzt werden.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die kuriose Straßenbaumaßnahme zwischen Kranenburg und Groesbeek findet jetzt ihren Abschluss – Autos dürfen fahren

Kranenburg / Groesbeek..  Die Straße Hettsteeg, die auf gerader Linie Deutschland mit den Niederlanden verbindet, wird geöffnet. Entweder an diesem Mittwoch oder am nächsten, dem 1. Juli. „Nach 15, gefühlt 20 Jahren,“ lacht Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins. Er ist „glücklich über die kurze Verbindung“. Das höchste Gericht in den Niederlanden, die „Arnhemse rechtbank“, hatte entschieden: Es bestehe keine Gefahr für Eulen, wenn hier die Autos mit Tempo 30 auf niederländischer Seite.und Tempo 50 auf deutscher Seite entlang rollen.

Der Grenzweg, der in Groesbeek die Cranenburgsestraat verlängert, war jahrelang für motorisierten Verkehr gesperrt gewesen. Groesbeek und Kranenburg hatten dann im vorigen Jahr den kurvigen Weg verbreitert, um Autoverkehr möglich zu machen. Doch das niederländische Wirtschaftsministerium – das auch für Landwirtschaft und Bio-Diversität zuständig ist – hatte eine Öffnung gestoppt, eben weil eine Population Stein- und Schleiereulen getötet oder verwundet werden könnte. Das Gericht konterte, es sei nicht untersucht worden, ob die Verbreiterung der Straße die Eulen störe.

Die Beton-Blocks, die den Grenzüberfahrt Hettsteeg-Altena blockierten, sind nur auf den Asphalt aufgeklebt und können problemlos entfernt werden. Für Radler war die Route zwar immer offen, künftig wird es noch bequemer und sicherer, entlang der Bahntrasse von Kranenburg nach Groesbeek zu gelangen. Auf niederländischer Seite sind links und rechts Fahrradstreifen markiert. „Das würden wir in Deutschland auch gern, dürfen es aber nicht“, bedauert Steins. Aber ein Radweg wird ausgebaut und eröffnet Anfang August, wenn der Beton ausgehärtet ist.