Dauereinsatz für den Winterdienst

Kleve..  Überraschend ist der Winter mit massivem Schneefall am Wochenende nicht über Kleve hereingebrochen. Die Meteorologen hatten die weiße Pracht, die nicht nur für Freude, sondern auch für viel Arbeit sowie ein hohes Unfallrisiko auf den Straßen sorgt, frühzeitig angekündigt. Doch die Wetterexperten hatten das Einsetzen der Schneefälle für etwa vier Uhr am Samstagmorgen vorhergesagt. Es begann aber erst gegen sechs Uhr zu schneien. Diese „Verspätung“ machte es für den Winterdienst der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) nicht gerade einfach, die Straßen zu räumen, weil dort schon zahlreiche Autofahrer unterwegs waren. Außerdem fielen die weißen Flocken stundenlang vom Himmel. USK-Mitarbeiter maßen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee. „Das ist für Kleve und einen Zeitraum von nur zehn Stunden nicht gerade wenig. Wir waren mit drei Groß- und vier Kleinfahrzeugen ab sechs Uhr im Einsatz. Später kamen noch die Handstreugruppen hinzu. Insgesamt waren etwa 50 Leute von uns unterwegs – bis 21 Uhr“, so fasste Rolf Janssen, Vorstand der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK), den Samstags-Einsatz zusammen. Auch am Sonntagmorgen rückten die USK-Mitarbeiter noch mal aus. „Wegen des verkaufsoffenen Sonntags mussten ja auch die Parkplätze freigeräumt werden“, sagte der USK-Vorstand.

Im Dauereinsatz gegen den Schnee auf den Bundes- und Landstraßen – insgesamt etwa 370 Kilometer – waren ebenfalls drei Lkw, drei Unimogs und zwei Radweg-Räumfahrzeuge der Klever Straßenmeisterei. „Die Bereitschaftsdienste waren am Samstag von sechs bis 23 Uhr ununterbrochen unterwegs“, berichtete Straßenwärter Jürgen Wolters. Besondere Probleme habe den Räumdiensten die Tatsache bereitet, dass der Schnee sehr nass und schwer gewesen sei. Trotz der schneeglatten Fahrbahnen blieb es nach Angaben der Polizei im Kreisgebiet jedoch nur bei Blechschäden. „Bei den wenigen Unfällen ist niemand verletzt worden“, sagte ein Beamter der Leitstelle der Polizei.