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Statistik im Kreis Kleve

Daten und Fakten auf einen Blick

28.07.2010 | 17:50 Uhr
Daten und Fakten auf einen Blick
Naturschutz wird im Kreis Kleve groß geschrieben.

Kreis Kleve.Sie ist 20 Seiten stark, handlich und informativ - die Broschüre „Zahlen und Fakten aus dem Kreis Kleve“. Die aktuelle Ausgabe liegt druckfrisch vor. Sie enthält alles, was Neu- und Altbürger des Kreises Kleve wissen sollten.

„Wer zum Beispiel die Einwohnerzahl des Kreises und seiner Kommunen oder die Anzahl der Naturschutzgebiete wissen möchte oder wen die Zahl der Schulen, der Jugendhilfeeinrichtungen, der zugelassenen Fahrzeuge, der Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken oder sozialen Einrichtungen interessiert - Antworten gibt das Infoheft“, beschreibt Kreissprecher Eduard Großkämper den Inhalt.

Deutlich mehr Flächen
unter Naturschutz

Herausgegeben wird diese Infobroschüre seit 2002. Sie wird regelmäßig aktualisiert und neu aufgelegt. Interessant ist der Vergleich von 2002 mit der aktuellen Auflage. Denn in etlichen Bereichen gab es gravierende Änderungen.

Der Kreistag beispielsweise hat nach wie vor 54 Mitglieder - nur die Mandate sind anders verteilt. Die CDU hat 28 Mitglieder, 2002 waren es noch 32. Bei der SPD ging die Zahl von 15 auf 12 zurück, die FDP verdoppelte ihre Sitze von drei auf sechs und die Grünen sind mit sechs - früher vier vertreten. Neu im Kreistag sind die Linken mit zwei Sitzen.

Flughafen und Naturschutz

Die Rubrik Verkehr ist seit einigen Jahren um den Flughafen Niederrhein erweitert worden. Gravierende Änderungen sind unter Natur zu verzeichnen. Waren 2002 die FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) noch nicht aufgenommen, sind es derzeit 15 981 Hektar und damit 13 Prozent der gesamten Kreisfläche von 123 214 Hektar. Die 52 Naturschutzgebiete umfassen eine Fläche von 11 276 Hektar (2002 waren es 10 585), das entspricht 9,2 Prozent der Gesamtfläche. Hinzu kommen zwölf Wasserschutzgebiete mit 11 580 Hektar, das entspricht 9,4 Prozent.

Dass immer weniger Flächen landwirtschaftlich ausgewiesen werden, geht aus dem Vergleich ebenfalls hervor. Waren es 2002 noch 84  159 Hektar und damit 68,3 Prozent der gesamten Kreisfläche, sind es dato noch 80 011 und damit 64,9 Prozent. Während die Waldflächen mit 17 402 (17 374 Hektar 2002) fast konstant geblieben sind, erhöhte sich die Wasserfläche bedingt durch die Kiesabgrabungen von 3820 auf 4809.

Straßennetz ist dichter geworden

Das Straßennetz ist dichter geworden - die Verkehrsflächen stiegen von 5422 auf 6213 Hektar. Fast verdoppelt wurden die Erholungsgebiete - von 863 auf 1480 Hektar.

Positiv fällt der Vergleich bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus: Deren Zahl stieg von 76 241 auf 76 898. Rund 65 Prozent davon - exakt 50 710 - sind im Dienstleistungsgewerbe, also Handel und Gastgewerbe, tätig. 22 569 Beschäftigte arbeiten im produzierenden Gewerbe, 18 144 in der Sparte öffentliche und private Dienstleistungen - allerdings ohne öffentliche Verwaltungen, dort sind es 4004.

Einwohnerzahl stieg an

Die Zahl der Einwohner stieg von 302 946 auf 308 090. Wobei nicht alle Kommunen Zuwächse verzeichnen konnten. Bedburg-Hau scheint sehr beliebt zu sein. Hier stieg die Einwohnerzahl von 12 463 auf 13  212, Kleve verzeichnete ein Wachstum von 49 066 auf 49 392. Goch hat inzwischen mit 34 036 Einwohner gegenüber 33 133 im Jahr 2002 fast 1000 Einwohner mehr. Emmerich registrierte eine Steigerung von 29 101 auf 29 652. In Kalkar ging die Zahl der Einwohner um sechs auf 13 950 zurück.

Deutlicher demographischer Wandel

Der demografische Wandel wird aus dem Vergleich besonders deutlich (in Klammern die Vergleichszahlen aus 2002): Über 65 Jahre 18,8 Prozent (16,2), 40 bis 65 Jahre 36,9 Prozent (2002 waren 17,9 Prozent zwischen 50 und 65, 31,9 Prozent zwischen 30 und 50 Jahre alt), 25 bis 40 Jahre 17,1 Prozent, 18 bis 25 Jahre 8,3 Prozent (7,4 Prozent), sechs bis 18 Jahre 13,7 Prozent (15,1), unter sechs Jahren 5,2 Prozent (6,3 Prozent).

Der Ausländeranteil stieg von 20  481 (6,76 Prozent der Gesamtbevölkerung) auf 28 173 (9,14 Prozent). Die Hälfte davon sind mit 15 296 niederländische Staatsbürger (2002 waren es 9529).

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe schrumpfte von 2478 auf 2223, die landwirtschaftlich genutzte Fläche ging von 73 834 auf 73 405 Hektar zurück.

Deutlicher Anstieg bei zugelassenen Fahrzeugen

Einen starken Anstieg verzeichnete der Kreis Kleve bei den zugelassenen Fahrzeugen: Und zwar von 192 568 im Jahr 2002 auf aktuell 220 411. Allein bei den PKW stieg die Zahl von 140 891 auf 160  397.

Dass der Kreis Kleve sich zum Touristenziel entwickelt, zeigt die positive Tendenz bei den Übernachtungen: 660 000 wurden 2002 registriert, 2009 bereits 816  844. Darauf reagieren Hotel- und Pensionsbetreiber, deren Anzahl von 116 auf 135 stieg. Und damit die Bettenzahl von 5376 auf 5809.

Weniger Schulen

Gravierende Rückgänge wurden bei den Schulen verzeichnet: Statt 62 gibt es derzeit noch 58 Grundschulen, die Zahl der Hauptschulen wurde von 22 auf 18 reduziert. Während 2002 noch 14 857 Kinder die Grundschule und 8783 die Hauptschule besuchten, waren es 2009 nur noch 12 371 Grund- und 6208 Hauptschüler. 6845 besuchen die Realschule (2002 6777), und 9152 die Gymnasien - gegenüber 2002 mit 8267 eine Steigerung um fast 1000 Schülerinnen und Schüler.

Gaby Boch

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