Das Wasser von Kleve ist gut – sehr gut

Kleve..  „Dat Wasser vun Kölle is jot“, singen die Bläck Fööss. Und das mag ja auch stimmen – nur das Wasser von Kleve ist besser. Und billiger!

Im Umwelt- und Verkehrsaussschuss bescheinigte Wirtschaftsprüfer Otmar Koetz von der Gesellschaft PriceWaterhouseCoopers, dass die Stadt Kleve nicht nur über eine der besten Wasserqualitäten im Land Nordrhein-Westfalen verfügt, sondern auch zu den Kommunen gehört, die das günstigste Wasser anbieten. „Sie haben sehr gute Bedingungen“, sagte Koetz. Dank des klaren Wassers aus dem Reichswald müsse man in Kleve keine teuren Wasseraufbereitungen vornehmen. Dies würde in vielen anderen Kommunen schnell in sehr teure Investitionen münden. Der deutsche Härtegrad liege bei 6,6. Damit habe Kleve ein sehr weiches Wasser, mit einem geringen Vorkommen von Calcium und Magnesium, die Kalk verursachen. Von einem harten Wasser spricht man ab einem Härtegrad von 14.

Schlanke Strukturen

Auch der Verwaltung der Klever Stadtwerke bescheinigte Koetz eine schlanke Struktur. So seien die Mitarbeiter für das Geschäft mit Wasser als auch für Gas geschult.

Die durchschnittlichen Jahreskosten für 120 Kubikmeter Wasser betragen in Kleve 172,44 Euro. Der NRW-Durchschnitt liegt bei 289,75 Euro. „Die Wasserpreise sind hier also sehr günstig. Kleve gehört zu den untersten zehn Prozent bei den Wasserpreisen in NRW“, so Koetz. Alle Nachbarkommunen im Kreis Kleve seien teurer.

Sehr erfreulich sei auch die Preiskonstanz. Seit 2008 habe man einen festen Wasserpreis halten können. Im gleichen Zeitraum seien die Wasserpreise im Bundesdurchschnitt um 5,5 Prozent gestiegen.

Überdacht werden müsste vielleicht die Kosten- und Einnahmestruktur. Kleve habe einen geringen Grundpreis und damit einen hohen Anteil variabler Einnahmen (80 Prozent). Die Kostenstruktur sehe genau umgekehrt aus: Die fixen Kosten betragen 80 Prozent.