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Das Gesicht von Haus Riswick

21.02.2015 | 10:00 Uhr
Das Gesicht von Haus Riswick
Dr. Wilhelm Wehren wurde gestern verabschiedet.Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Gestern wurde Dr. Wilhelm Wehren als Leiter der landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt Haus Riswick verabschiedet. „Er ist für mich ein Vorbild“

Er ist ein zutiefst bescheidener Mann. Als die Laudatoren fast eine Stunde lang Lobeshymnen über ihn gesungen hatten, schritt Dr. Wilhelm Wehren ans Mikrofon im Audimax der Hochschule Rhein-Waal und sagte: „Das war viel zu viel des Lobes.“ Die Arbeit, die er gemacht habe, habe er gerne gemacht. Und als Beamter habe er immer einen sicheren Arbeitsplatz gehabt: „Ich werde von dem Geld bezahlt, für das andere schon gearbeitet haben“, sagte Wehren. So sehe er das und daher sei allzu viel Lobhudelei auch fehl am Platze.

„Er ist Haus Riswick“

Trotzdem war es gestern vielen Menschen aus der Landwirtschaft ein großes Bedürfnis, Dr. Wilhelm Wehren zu gratulieren. Elf Jahre lang hat er die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer in Kleve – und ab 2008 auch in Wesel – geleitet. Zuvor war er bereits 13 Jahre Geschäftsführer von Haus Riswick. Dr. Wilhelm Wehren werde mit der Lehr- und Versuchsanstalt „Haus Riswick“ in einem Atemzug genannt, er sei das Aushängeschild der Landwirtschaftskammer am Niederrhein. Kammerdirektor Dr. Martin Berges betonte dessen vielseitigen Interessen, seine Fachkompetenz und sein großes Engagement: „Prozesse sind kein Selbstläufer. Ein Haus effizient aufzustellen, kann man nicht verordnen, auch Innovationen lassen sich nicht verordnen. Dafür braucht man Führungspersönlichkeiten, die gestalten und Mitarbeiter motivieren können“, so Berges.

Und motivieren könne er. Michael Berntsen, Betriebsleiter auf Haus Riswick, sagte im Gespräch mit der NRZ, dass er sich keinen besseren Chef denken könne: „Er ist eine wirkliche Führungspersönlichkeit, ohne dies groß raushängen zu lassen. Er ist für mich ein Vorbild. Er ist immer neugierig, er netzwerkt gerne, er hat sich sehr viel Wissen angeeignet“, so Berntsen.

Landrat Wolfgang Spreen betonte die Bedeutung der Landwirtschaft für den Kreis Kleve und unterstrich die hervorragende Reputation von Haus Riswick. „Es ist schwer vorstellbar, Sie heute zu verabschieden. Und eigentlich habe ich auch gar keine Lust dazu“, so Spreen. „Dr. Wilhelm Wehren und Haus Riswick gehören für uns zusammen, wie der Niederrhein und die Landwirtschaft. Und wer wollte das trennen?“ Wehren sei in seiner Amtszeit die treibende Kraft für viele Projekte gewesen, die sich mit ein umweltverträglichen und nachhaltigen Landwirtschaft beschäftigen. Er sei ein Experte auf dem Gebiet der Gülleproblematik und habe auch beim Thema Erneuerbare Energien Maßstäbe für die Umsetzung in der Landwirtschaft gesetzt.

Andreas Gebbink

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2015-02-21 10:00
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