CDU stellt sich hinter Spreen

Der Kreisparteivorsitzende Günther Bergmann interviewte Landrat Wolfgang Spreen.
Der Kreisparteivorsitzende Günther Bergmann interviewte Landrat Wolfgang Spreen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der Landrat wird von seiner Partei mit einer sehr großen Mehrheit in den Wahlkampf geschickt. „Wir haben einen Kandidaten mit Profil“

Kreis Kleve..  Der CDU-Kreisverband hat gestern Abend im Bürgerhaus Uedem mit einer großen Mehrheit den bisherigen Amtsinhaber Wolfgang Spreen erneut zum Kandidaten für das Amt des Landrates gewählt. Nach einer überzeugenden Vorstellung vor 244 Mitgliedern votierten 94,9 Prozent der Christdemokraten für Spreen. Sichtlich bewegt bedankte sich der Landrat: „Ich bedanke mich für dieses Vertrauen. Es war wirklich toll heute Abend.“

„Er kennt sich aus“

In der Tat hätte es für ihn nicht besser laufen können. Denn unmittelbar vor der Wahl stellte sich Spreen den Fragen des Kreisparteivorsitzenden Günther Bergmann. Eine Stunde lang sprachen die beiden auf einem kleinen Podium im Bürgerhaus. Damit hatte der Kreisparteivorsitzende Bergmann eine Form der Präsentation gewählt, die Wolfgang Spreen sehr entgegen kam: „Wir haben vermitteln können, dass wir einen Kandidaten haben, der Profil besitzt. Wolfgang Spreen kennt sich mit den Details aus“, sagte Bergmann zum Abschluss der Runde.

Inhaltlich verteidigte Spreen u.a. die Beibehaltung des RWE-Aktienpaketes. Noch immer werde das Kapitel des Kreises mit 3,4 Prozent verzinst. Das sei ein gutes Geschäft. Zur Notwendigkeit einer Wertberichtigung des Aktienpaketes, welches mit 132 Millionen Euro in den Büchern steht und seit Jahren weniger wert ist, sagte Spreen nichts. Günther Bergmann hakte hier leider auch nicht nach.

Der Flughafen Niederrhein bietet für Spreen auch in Zukunft gute Perspektiven. Denn bis 2030 erwarte man einen weiteren allgemeinen Anstieg des Flugverkehrs. Und davon werde auch Weeze profitieren, ist sich Spreen sicher.

Beim Thema Ärztemangel verdeutlichte der Kandidat das enorme Zukunftsproblem: Im Jahr 2030 werden nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung 95 Hausärzte im Kreis Kleve fehlen. Zurzeit sind im Kreis noch 180 Hausärzte tätig. Als Kreis habe man zwar nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, aber man sei an vielen Stellen aktiv: So werde in der kommenden Woche ein hausärztlicher Weiterbildungsverbund gebildet und noch in diesem Frühjahr werde auch eine Hausarztakademie auf den Weg gebracht.

Stichwort Förderschulen

Punkten konnte Spreen auch beim Thema Förderschulen. Bislang habe man eine zufriedenstellende Schullandschaft gehabt, die neuen Vorgaben aus Düsseldorf hätten jedoch das bisherige System völlig unnötig kaputt gemacht. Für die sieben Förderschulen wird es ab 2016 nur noch drei Förderzentren im Kreis geben.