BUND glaubt: Windräder nicht im Wald

Kreis Kleve..  Vorige Woche hatte es Kleves Baudezernent Jürgen Rauer schon angedeutet: Es könne sein, dass das Land beim Wald als Standort für Windkraftanlagen noch mal „zurückrudert“ (die NRZ berichtete). Das liest nun auch ganz aktuell Karl-Heinz Burmeister vom Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND, aus der Winderlass-Novelle. Mehrere Naturschutzverbände hätten sich zusammen getan und einen kritischen Beitrag formuliert, der in die Rechtsgrundlage eingehen werde. In seiner Stellungnahme zur Genehmigung von Windenergieanlagen (WEA) im Kreis Klever Wald unterscheidet Burmeister: Typ A, den ökologisch weniger kritischen Nadelwald in großräumiger Monokultur, Stichwort: Weihnachtsbaumplantagen im Sauerland. Und Typ B als regional bedeutsamen, kulturhistorisch und ökologisch hervorragenden Laub- und Mischwald, ausgezeichnet und im Landschaftsplan zusammengefasst, wie den Reichswald. Setze man dort Windräder hin, würde „der guten Windenergie die bessere Waldökologie geopfert“.

Burmeister schließt nun aus der Novelle der Ministerien für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie dem für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr und der Staatskanzlei, „dass zusammenhängende Wälder wie der Reichswald, der dazu auch noch unter Landschaftsschutz steht, in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen für Windräder“, glaubt Burmeister. „Die Pläne kann man in die Tonne kloppen. Kranenburg wird eine neue Potenzial-Flächenanalyse machen müssen.“ Wenn die Gemeinde im gesamten eigenen Gebiet keine alternativen Flächen finde, müsse sie sich „mit benachbarten Kommunen zusammen tun – etwa mit Goch.“ Tue sie das nicht, könnten die niederländischen Gegner leicht in einer späteren Normenkontrollklage alle Kranenburger Pläne kippen, meint er.