Bürgerstiftung für Till und Moyland

Till-Moyland..  In Till-Moyland gründet sich eine neue Bürgerstiftung. In der Gaststätte Jacobs wurde jetzt das Konzept für die Stiftung durch den Ortsvorsteher Friedhelm Haagen vorgestellt. Die Stiftung soll es sich zur Aufgabe machen, die Erhaltung von Traditionen und örtlichem Brauchtum zu fördern. Die ortsansässigen Vereine, die für die Gemeinschaft in Till und Moyland wichtig sind, die Arbeiten für die Heimatpflege und Heimatkunde sowie dei örtliche Jugend- und Seniorenarbeit soll mit dem Stiftungskapital unterstützt werden. Ziel der Stiftung ist es, den Zusammenhalt der Dorfbevölkerung zu stärken.

Der Stifter bringt als Stiftungskapital die von ihm erworbene Gaststätte „Zur Dorfschmiede“ nebst allen Nebenbauten, einer Einliegerwohnung und dem Inventar in die Stiftung ein. Vor dem Hintergrund sich auflösender Dorfmileus komme der letzten verbliebenen Dorfgaststätte künftig eine noch stärkere Funktion einer „Dorfgemeinschaftseinrichtung“ zu.

Gaststätte als Mittelpunkt

„Damit soll auch ein Stück weit die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Ortschaft Till-Moyland gesichert werden“, schreibt Hans-Peter Linzen für die Bürgerstiftung.

Die Gaststätte sei in Zeiten eines erhöhten Sparzwanges als Mittelpunkt der dörflichen Infrastruktur und als Anlaufpunkt für Bürgerschützenverein, Feuerwehr, Tambourcorps, Heimatverein, Seniorenstube, Karnevalisten und katholischer Bücherei wichtig. Die Erträge aus Verpachtung und Bewirtschaftung der Gaststätte sollen für die Stiftung genutzt werden.

Wilhelm Goebels, der gemeinsam mit seiner Frau seit 1998 in Till-Moyland lebt und die Stiftungs-Initiative auf den Weg gebracht hat, möchte sich mit der Bereitstellung der Erträge für die herliche Aufnahme und Unterstützung der Till-Moyländer Dorfbevölkerung bedanken.

Bürgermeister Peter Driessen lobt das Vorhaben: „Ich finde es gut, dass der Sponsor versucht, die Kneipe im Dorf zu lassen. Es ist wichtig für ein Dorfleben. Dass die Tiller es selbst machen, damit punkten sie für sich. Die Gemeinde wird der Bürgerstiftung den Freiraum lassen".

Am 1. Juli soll die Stiftung starten

Das Vorhaben der Till-Moyländer muss nun von der Stiftungsaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt werden. Wenn dies geschieht, soll die Stiftung zum 1. Juli 2015 ihre Arbeit aufnehmen. Der vom Stifter benannte Stiftungsvorstand, der die weiteren Geschicke lenken soll, besteht aus insgesamt sieben Personen, welche mit einer Ausnahme ihre Wurzeln in Till-Moyland haben und die sich aus diesem Grunde besonders mit der Ortschaft verbunden fühlen.