Braucht Kranenburg ein Klimakonzept?

Kranenburg..  Die Kranenburger Politik ist seit Jahren von einer regen, in der Regel entspannten Diskussionsatmosphäre gekennzeichnet. So auch am vergangenen Donnerstag in der jüngsten, fast vierstündigen Sitzung des Hauptausschusses zur Haushaltsberatung. Es waren rund 20 Anträge, die die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gestellt hatten.

Auch wenn am Ende des Abends alle Anträge einstimmig beschlossen wurden – für einige einigte man sich auf eine Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt (Sperrvermerk) – wurden mehrere Anträge eingehend besprochen. Etwa die Anzahl und Standorte von Defibrillatoren. Während die Verwaltung fünf solcher Geräte anschaffen und in den Turnhallen der beiden Grundschulen sowie der ehemaligen Hauptschule sowie auf den Sportplätzen in Kranenburg und Nütterden anbringen wollte, schlug die SPD vor, auch die umliegenden Dörfer zu berücksichtigen. Die Grünen regten entsprechende Schulungen im Umgang mit den Geräten an. Aus dem CDU-Vorschlag nach niederländischem Vorbild alle Polizeiwagen mit Defis auszustatten, resultierte schließlich ein von allen Fraktionen unterstützter Antrag an das NRW-Innenministerium.

Die SPD-Fraktion wünschte sich im Haushalt je 5000 Euro für die beiden Grundschulen einzustellen, zur Gestaltung der Schulhöfe. Dafür sollen die Schulen Projekte vorschlagen, die dann im Schulausschuss vorgestellt werden. Abgerissen werden soll in Kürze das baufällige Feuerwehrdepot in Wyler. Kosten: ca. 25 000 Euro. An der freien Stelle soll wegen des schönen Panoramas ein Freisitz entstehen (den die SPD gern überdacht sehen will).

Einen Sperrvermerk erhielt auch der Antrag der CDU auf eine Mitgliedschaft der Gemeinde in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW. Grundsätzlich nicht abgeneigt will man sich zunächst bei den Mitgliedern Rees und Kleve (Mitgliedschaft beantragt) erkundigen, was auf Kranenburg zukommt. Einer Bestandsaufnahme stimmte der Ausschuss zu beim Thema Klimakonzept (Antrag der Grünen). Es gebe, so Bürgermeister Steins, im Februar ein Gespräch mit der Energieagentur NRW, die einschätzen soll, ob sich die Erstellung eines solchen Konzeptes lohne.