Bauarbeiten liegen im Zeitplan
19.11.2010 | 18:47 Uhr 2010-11-19T18:47:00+0100
Kreis Kleve.Die Hochschule Rhein-Waal macht rasante Fortschritte. Bis Ende des Jahres sollen die ersten zwölf Gebäude im Rohbau stehen.
Ohne Gummistiefel und Schutzhelm geht gar nichts. Denn wer sich auf einen – übrigens sehenswerten – Rundgang durch die im Bau befindlichen Gebäude der Hochschule Rhein-Waal am Spoykanal in Kleve begibt, der muss derzeit im wahrsten Sinne des Wortes durch Schlamm und Geröll stapfen. Typisch Baustelle eben.
Und die macht in rasanter Geschwindigkeit Fortschritte. Was wiederum Gerhard Koenen, Geschäftsführer der Kreis Klever Baugesellschaft (KKB), zufrieden lächeln lässt: „Bis auf Hörsaalzentrum und Mensa werden bis Ende des Jahres alle übrigen 14 Gebäude im Rohbau fertig sein“. Damit liege die KKB absolut im selbst gesteckten Zeitlimit: „Bisher ist alles richtig gut gelaufen. Wir konnten alle Termine halten und liegen immer noch im Kostenrahmen“, freut sich der Baustellenchef. Der sich gedanklich bereits mit den Außenanlagen beschäftigt. Die stehen für Sommer 2011 auf dem Arbeitsticket.
85 Bauarbeiter sind derzeit von sechs bis 19 Uhr auf der Baustelle beschäftigt. Die Wände der imposanten Bauten stehen, die Zwischendecken sind eingezogen, Treppen führen bereits in die Obergeschosse. Die Räume der Labore sind 4,50 Meter hoch, die der übrigen Hochschulgebäude 4,05 Meter. Bei den Wänden handelt es sich um Fertigbauteile, die vom Klever General-Bauunternehmen Tönnissen angeliefert und in-stalliert wurden. Die Kranenburger Firma Elbers hat die Rohbauten mit 22 000 Quadratmetern Gerüst ausgestattet.
Erfreulich ist, dass etliche Aufträge an örtliche Unternehmen vergeben werden konnten. Nächste Woche steht ein Drei-Millionen-Auftrag für die Komplett-Bedachung an. Den Zuschlag wird voraussichtlich ein Kreis Klever Unternehmen bekommen.
Estrich-, Putz- und Düker-Arbeiten (Unterführungen für Wasserleitungen) gingen an auswärtige Unternehmen. Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung für Heizung, Kälte-, Klima-Technik sowie Elektro und Sanitär. Spektakulär wird es im Februar: Dann sollen die Elementfassaden – inklusive Fenster, Sonnenschutz und Glas – montiert werden. Die Schienen und Bahnschwellen, die sich auf der Baustelle stapeln, werden laut Koenen ebenso wie das alte Kopfsteinpflaster wieder verlegt: „Um den Hafencharakter zu erhalten.“
0mitdiskutieren