Bade-Hinweise für Flüchtlinge

Schwimmen in Fluss und Seen ist gefährlich. Info-Flyer warnen nun die Flüchtlinge in Kreis Klever Unterkünften in mehreren Sprachen.
Schwimmen in Fluss und Seen ist gefährlich. Info-Flyer warnen nun die Flüchtlinge in Kreis Klever Unterkünften in mehreren Sprachen.
Foto: picture-alliance/ dpa
Was wir bereits wissen
DLRG warnt ausländische Bürger vor unbekannten Gewässern. Flyer werden in den Unterkünften verteilt

Goch / Weeze / Kevelaer..  Gar nicht selten sieht man Familien mit Kindern am Rhein spielen, plantschen – offenbar wissen sie nicht, wie gefährlich dort die Strömung ist? Oft sind auch Badeunfälle am See dramatisch – neulich erst endete ein Badeausflug für einen 14-jährigen Asylbewerber in Moers tödlich (wie berichtet). Gerade ausländische Bürger, die Warnschilder nicht lesen können oder keine vorfinden, sollen nun gewarnt werden. Das rät dringend die DLRG, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft.

Wegen der sich häufenden Vorfälle hatte die DLRG des Kreises Kleve eine Initiative gestartet. Bezirksleiter Jens Janßen hatte der Kreisverwaltung Baderegeln in verschiedenen Sprachen geschickt. Es sei auffällig, dass es sich bei den Badetoten um Flüchtlinge handle. Daher bittet die DLRG die Kreisverwaltung darum, die Baderegeln weiterzuleiten, damit sie in den Flüchtlingsheimen ausgehängt werden können, so die Bitte der Lebensretter.

Der Flyer warnt davor, in unbekannten Gewässern zu baden oder in Flüssen zu schwimmen, auf denen Schiffe fahren. Auch das ist offensichtlich ein wichtiger Hinweis, weil es zuletzt auch einen Toten beim Baden im Rhein bei Emmerich gegeben hatte. „Wir als Kreis unterstützen dieses Anliegen der DLRG natürlich“, sagt Elke Sanders, Sprecherin des Kreises Kleve. Die Plakate mit den Warnhinweisen wurden an die Städte des Kreises weiter geleitet.

Auch in Weeze und Kevelaer werden die Flyer ebenfalls in den Unterkünften plakatiert. „Außerdem wollen wir sie beim nächsten Auszahlungstermin den Asylbewerbern auch aushändigen, um sie so direkt zu informieren“, erläutert Georg Coenen vom Ordnungsamt Weeze. Auch die Zentrale Unterbringungseinrichtung am Airport soll die Baderegeln verbreiten.