Ausgabeproblem

Zur Berichterstattung über die Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Pfalzdorf-Nierswalde

„ Die evangelischen Kirchengemeinden haben kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem: durch die Einführung des ‚neuen kirchlichen Finanzwesens‘ müssen in jeden Haushalt für die Gebäude sogenannte „Substanzerhaltungspauschalen“ eingestellt werden, die nach dem Feuerversicherungswert der Gebäude festgelegt werden. Ist ein Haushalt nicht ausgeglichen, muss eine Rücklagenentnahme erfolgen. Für die Kirchengemeinde in Louisendorf wurde uns schon signalisiert, wir seien in drei Jahren ‚pleite‘- also müssen Sparmaßnahmen erfolgen, die meist Stellenabbau und Reduzierung bedeuten. Die ev. Kirche in Rheinland verfolgt seit Jahren einen verhängnisvollen Kurs, der aufgrund von teuren Beratungsunternehmen versucht, die Gesetze der Wirtschaft auf kirchliches Handeln zu übertragen. Da werden Abschreibungen eingeführt, Bilanzen erstellt, müssen Zielvorstellungen entwickelt werden, obwohl es nicht unsere Aufgabe ist, Gewinne zu erwirtschaften! Auf stillem Wege werden die historischen Werte der presbyterial-synodalen Ordnung und die Entscheidungsbefugnisse an der Basis entzogen. Kirchengebäude sind keine Werkshallen eines Unternehmens und Kirchengemeinden können nicht betriebswirtschaftlichen Regelungen unterworfen werden!“