App für Kreispolitiker und vielleicht auch Tablets

Kreis Kleve..  Modern, papierlos, bürgernah und irgendwie 2.0: Im Frühjahr wird der Kreis Kleve voraussichtlich seinen Internetauftritt „modernisieren“. Das wurde im jüngsten Kreistag bekannt gegeben. Die Webseite soll dabei vor allem von Tablets und Smartphones besser nutzbar sein. Auch das Kreistagsinformationssystems – also der Ort, wo alle Beschlüsse, Vorlagen und Debatten der gewählten Kreispolitiker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – wird davon profitieren.

Grundlage der Aktion ist ein entsprechender Antrag von CDU und FDP, die vor allem „Benutzerfreundlichkeit und Transparenz“ bemängelt hatten – auch, wenn das vorhandene System ja funktioniere und problemlos laufe. Doch irgendwie war es dann doch zu fummelig für interessierte Bürger und letztlich auch für die Politiker, das System auf den allgegenwärtigen Tablets und Smartphones zu nutzen. Eben mal was nachschauen, daran könne man was verbessern. Auch eine Terminerinnerungsfunktionen oder eine Kommentarfunktion vermissten die Antragsteller.

All dies soll im Frühjahr nun kommen. Samt ganzseitiger Darstellung auf Tablets, einem Download des Sitzungskalenders und E-Mails zur Terminerinnerung. Wer in Dokumenten etwas – für sich selber – kommentieren und markieren möchte, könne das zwar nicht über die Webausgabe machen. Auf Grund von technischen Einschränkungen ließen sich „leider“ nicht alle gewünschten Verbesserungen realisieren, heißt es in der Kreisverwaltungsvorlage. Doch über eine entsprechende kleine Zusatzsoftware, eine App für Tablets/Smartphones, soll „ein komfortables Arbeiten mit den Sitzungsunterlagen ermöglicht“ werden. Etwas das Erstellen von persönlichen Kommentaren.

Die App können auch Bürger nutzen, für alle öffentlichen Dokumente. Der Funktionsumfang sei ähnlich. Sobald der Webauftritt fertig modernisiert sei, soll die App gestartet werden.

Noch einen Schritt weiter geht ein Antrag der SPD. Zumindest deren Kreistagsfraktionschef Jürgen Franken sieht sich mit der Umstellung in einem „neuen Zeitalter“, fernab von „Tonnen von Papier“. Per Strom statt per Papier sollen Kreispolitiker ihre Arbeit künftig erledigen. Einen Antrag auf Einführung von Tablet-PCs hatte die SPD 2012 gestellt (wobei sich alle Fraktion damals einig waren, dass dieser in die nächste Wahlperiode verschoben werden solle) und erneuerte ihn nun entsprechend.

Nun prüft die Kreisverwaltung, ob die Kreistagsarbeit in Zukunft „wahlweise auch in papierloser Form“ mittels Tablet erfolgen kann. Das stellt sich die SPD so vor: für die Dauer ihrer Amtszeit wird Kreistagsmitgliedern ein Tablet kostenlos zur Verfügung gestellt, es gibt entsprechende Schulungen zur Tabletnutzung. In 2015 soll das alles über die Bühne geben.