Angriff mit Löwe und Messerwerfer

Vor den Feuerspuckern kapitulierte Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto noch nicht.
Vor den Feuerspuckern kapitulierte Gochs Bürgermeister Karl-Heinz Otto noch nicht.
Foto: mvo
Was wir bereits wissen
Der IPK-Zirkus von Ralf I. und Martina I., unterstützt vom Kinderprinzenpaar, machte im langen Kampf den Gocher Bürgermeister Karl-Heinz Otto zum blau-nasigen Clown und zwang ihn zur Aufgabe

Goch..  Erst als der Messerwerfer näher rückte, gab Gochs Bürgermeister auf – ein ganzer Zirkus aus Pfalzdorf hatte den Kampf um die Macht im Rathaus angetreten. Mit Löwengebrüll und Elefanten-Trompeten. Und das Kinderprinzenpaar half kräftig mit, damit das IPK-Prinzenpaar bis Aschermittwoch regiert.

Dabei hatte Bürgermeister Karl-Heinz Otto klar gemacht: Auch in seiner letzten Amtszeit werde er keine Milde zeigen. Er hielt lange durch. Tausende waren als Narrenvolk dabei. Farbenfroh defilierten die Gocher Karnevalsvereine vorbei, moderiert von Josef Hondong. „Jetzt stehen wir hier so dümmlich rum“, provozierte Otto kämpferisch Ralf I. und Martina I.. Der Prinz, der bei Büro Bogers in Goch arbeitet, solle erst mal die Bürogeräte im Rathaus erneuern, bevor er den Schlüssel bekäme, so Otto. Ralf I. erinnerte, das habe man doch im Vorjahr gemacht. Otto konterte: „Ja, aber da haben wir auch dafür gezahlt.“

Das Prinzenpaar holte circensische Hilfe. Ein ganzer IPK-Zirkus solle antreten. Nach der ersten Angriffswelle mit entlaufenem Löwen gestand Otto: „Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt, aber Angst habe ich genau so wenig wie ich Geld habe.“ Lediglich ein kurzes Zucken durchfuhr den 66-Jährigen, als er einen Elefanten trompeten hörte. Otto: „Ist das etwa Johannes Verhoeven?“

Auch auf die tollen Feuerspucker reagierte der Bürgermeister cool. Er forderte eine Zugabe und hauchte lässig: „Also ich fand et schön“. Nervöser war dabei Josef Hondong, er dachte an den Brandschutz: „Ich bin froh, dass ihr in die richtige Richtung gepustet habt, sonst bräuchten wir gar keinen Schlüssel mehr.“

Dann half das Kinderprinzenpaar Mathis I. und Prinzessin Julia I.. Es befreite den Bürgermeister von seiner „schwarzen Beerdigungsjacke“ und verpasste ihm gelbe Perücke, rotes Clownskostüm, IPK-blaue Nase. Doch auch mit Schaumstoff-Nasen beworfen, gab er den Schlüssel nicht ab. Erst als der „Messer-Jeck“ mit wilder Mine mit scharfen Klingen ausholte, gab „Clown Otto“ auf. Blau-weiße Luftballons stiegen hoch und das Prinzenpaar verkündete seine elf Gebote: Um gutes Wetter zu beten und wer nicht feiern will, solle nach Kleve gehen.