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Die Organisatoren wollen motivieren, mitzumachen.
Die Organisatoren wollen motivieren, mitzumachen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
KreisSportBund, Barmer GEK und die Volksbanken im Kreis Kleve suchen die fitteste Firma, den fittesten Sportverein und die fitteste Kommune

Goch..  Jetzt ist Training angesagt. Bis zum 30. September können Firmen, Sportvereine und Kommunen um die Auszeichnung konkurrieren, am fittesten im Kreis Kleve zu sein. KreisSportBund Kleve (KSB), die Barmer GEK und die Volksbanken im Kreis Kleve richten die Aktion gemeinsam aus. „Es sollen so viele Menschen wie möglich das Sportabzeichen ablegen“, betont Wilfried Bosch vom Vorstand der Volksbank an der Niers. Das kann man zwar ohnehin immer bei den 16 Stützpunktleitern des KSB im Kreis, aber der Wettbewerb soll zusätzlich motivieren.

„Vor drei Jahren war der Kreis Kleve noch der fünftbeste Kreis in NRW, seither sind wir von 8000 Sportabzeichen im Jahr auf 6000 zurückgefallen“, bedauert KSB-Vorsitzender Lutz Stermann. Die Gründe: weniger Laufbahnen in den Sportanlagen, einige Kommunen haben sogar gar keine mehr. Zudem gibt es längst nicht mehr an jeder Schule Bundesjugendspiele. Auch seien die Vereine zurückhaltender geworden. „Und die wollen wir jetzt mitnehmen“, sagt Stermann. Ging es im letzten Jahr noch um die fitteste Firma, so sind 2015 nun auch die Sportvereine eingeladen. Und bei den Kommunen könnten etwa die Räte oder die Verwaltungen teilnehmen. Stermann: „Ich bin gespannt, wie viele der 16 Bürgermeister mit dabei sind.“

Wie wird die Fitness nun gemessen? In jeder Kommune gibt es einen Stützpunktleiter des KSB, dessen Kontaktdaten im Internet unter www.ksb-kleve.de abrufbar sind. Dort können sich die etwa 1000 Firmen im Kreis Kleve, die ungefähr 400 Sportvereine und die Kommunen anmelden. Je mehr Mitarbeiter oder Mitglieder mitmachen, desto besser. Und je mehr dann das Abzeichen machen, desto aussichtsreicher wird die Platzierung. Die Siegerehrung findet im November statt, samt 250 Euro Preisgeld. Das Abzeichen an sich kostet 4 Euro, wobei die Kosten teilweise von den Vereinen, Firmen oder Kommunen (wie in Rheurdt) übernommen werden. Etwa 100 ehrenamtliche Helfer sind auf den Sportplätzen an festgelegten Tagen im Einsatz. Gute Werte bracht man bei: Sprung, Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit, gemessen an Alter und Geschlecht.

„Unsere Erfahrung ist, dass die Aktion ganz viel in Firmen bewegt hat“, erklärt Karsten Meteling, Barmer. Fitness und Gemeinschaftsgefühl. „Viele trainieren gemeinsam, das schweißt zusammen“, weiß Meteling. Voba-Vorstand Wilfried Bosch sagt, letztes Jahr hätten 16 Prozent der Mitarbeiter teilgenommen. Bosch: „Dieses Jahr stehe ich in der Pflicht, da mitzumachen.“