Das aktuelle Wetter Kleve & Region 11°C
Nachrichten aus Kleve und der Region

Abriss!

13.06.2012 | 22:05 Uhr
Abriss!
Nachdem das Gebäude jahrelang nach einer Insolvenz nicht fertig gebaut wurde soll es jetzt einen Käufer gefunden haben. Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool

Kleve. Jetzt kommen die Bagger von Siebers. Vielleicht noch acht Wochen, dann wird nichts mehr da sein von der Rohbau-Ruine ­Lightex im Klever Gewerbegebiet Hammscher Hof. Nach zehn Jahren zieht die Sparkasse Kleve einen Schlussstrich unter dieses unrühmliche Kapitel. Und lässt das Betongerippe jetzt vom Kranenburger Tiefbauunternehmen „Gebrüder Siebers“ dem Erdboden gleichmachen.

Es ist genau zehn Jahre her, dass die Arbeiten eingestellt worden sind. Eine Forschungseinrichtung sollte es werden, für 2000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Laborräume, Büroflächen, Präsentationsräume. 25 Millionen Euro wollte der Uedemer Peter Küppers in Kleve investieren, um hier Forschung für die Bauindustrie zu betreiben. Vergeblich. Übrig geblieben ist das Beton-Ungetüm, das der Sparkasse und der Klever Wirtschaftsförderung seit Jahren Kopfschmerzen bereitete – weil man es nicht vermarkten konnte.

Abriss innerhalb einer Woche

Nun das Ende. Rudi van Zoggel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kleve: „Während des Insolvenzverfahrens hat es vielfältige Bemühungen zur Vermarktung des Rohbaus gegeben, dessen baulicher Zustand bis zuletzt besser war, als es von außen schien.“ Trotz vielversprechender Ansätze sei es letztlich nicht zu einem erfolgreichen Verkauf gekommen. „Angesichts der Lage auf dem Immobilienmarkt gehen wir nicht davon aus, dass es in absehbarer Zeit gelingen wird, einen Interessenten für Büroflächen dieser Größe zu finden“, so van Zoggel. In der Vermarktung dieses 28.300 Quadratmeter großen unbebauten Gewerbegrundstücks sieht er größere Chancen – „sowohl für uns, als auch für das Gewerbegebiet.“

Mit den vorbereitenden Maßnahmen für den Abriss wurde bereits begonnen. Das Unternehmen Siebers hat Bauzäune aufgestellt und wird jetzt das Gebäude entkernen. Unternehmer Paul Siebers rechnet damit, dass der Abriss mit einem Spezialbagger gut eine Woche dauern wird. Danach wird der Beton an Ort und Stelle aufbereitet, so dass man ihn wieder verwerten kann. „Der Stahl wird vom Beton getrennt“, erklärt Siebers. Gut einen Monat wird das Unternehmen für das Recycling benötigen.

All die Bemühungen, das unvollendete Gebäude doch noch verkaufen zu können, scheiterten. „Als Produktionsstätte muss es zu einem Unternehmen genau passen“, sagt Sparkassensprecher Ludger Braam. Hochregallager werden aber heute nun mal anders errichtet und das erste Stockwerk sei als Produktionsstätte nicht geeignet. Die Sparkasse hofft, das Gelände nach dem Abriss besser vermarkten zu können. Die Kosten für den Abriss hielten sich in Grenzen, so Braam.

Im Jahr 2006 gab es mal einen Hoffnungsschimmer für die Immobilie. Ein Niederländer wollte hier chemische Produkte für die Bauindustrie vertreiben. Durch die Wirtschaftskrise zog sich die Tillman GmbH aber wieder zurück.

Andreas Gebbink



Kommentare
Aus dem Ressort
Aufbruch in die große Welt
Mensch am Mittwoch
Der langjährige Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen begeistert sich Kultur und für Fußball. Seine Heimat ist Kleve
Alles rund ums Pferd bei Kalkars erster Reitsportmesse
Pferdemesse
Auf's Pferd gekommen sind die 150 Aussteller, die am 15. und 16. November bei der ersten "Reitsportmesse Niederrhein" begrüßt werden. Vom kleinen Pony bis zum großen Friesen, und egal ob Dressur oder Westernreiten. In Kalkar wird alles gezeigt, was das Reiterherz höher schlagen lässt.
Alles rund ums Pferd bei Kalkars erster Reitsportmesse
Pferdemesse
Auf's Pferd gekommen sind die 150 Aussteller, die am 15. und 16. November bei der ersten "Reitsportmesse Niederrhein" begrüßt werden. Vom kleinen Pony bis zum großen Friesen, und egal ob Dressur oder Westernreiten. In Kalkar wird alles gezeigt, was das Reiterherz höher schlagen lässt.
„Kein Willen zum Erfolg erkennbar“
Politik
Uwe Gaida legte überraschend sein Amt als Geschäftsführer des Forums Kalkar nieder. Gaida nennt als Grund auch „nicht vorhandene Leitungsfunktion“
Hilfe bei der Parkplatzsuche
Verkehr
Das neue Parkleitsystem ist jetzt auf den Weg gebracht. Künftig werden 67 Schilder anzeigen, wo es einen freien Stellplatz in der Stadt gibt
Fotos und Videos
VerFührung in Wissel
Bildgalerie
NRZ-Leseraktion
Der Himmel so weit
Bildgalerie
Ausstellung
A57-Decke durch Hitze geplatzt
Bildgalerie
Blow-Up
WM 2014
Bildgalerie
Der 4. Stern