Abfahrt Kehrum Thema im Kanzleramt
12.07.2010 | 17:54 Uhr 2010-07-12T17:54:00+0200
Kalkar.Fast gebetsmühlenartig hat Bürgermeister Gerd Fonck immer wieder auf die Bedeutung der B67-Abfahrt fürs Gewerbegebiet Kalkar-Kehrum hingewiesen – zuletzt beim jüngsten Abgeordneten-Besuch von Ronald Pofalla.
Sein Ziel hatte er klar formuliert: Die Abfahrt, die nach Abschluss der Linienbestimmung für den Weiterbau der B67n nicht mehr vorgesehen ist, sei von enormer Wichtigkeit fürs Gewerbegebiet.
Ampel muss kommen
Genau davon wollte Fonck jetzt Vertreter des Verkehrsministeriums überzeugen, und zwar im Kanzleramt. Gemeinsam mit Stadtoberbaurat Frank Sundermann war er der Einladung des Kanzleramtsministers nach Berlin gefolgt. „Das Treffen hat gut eine Stunde gedauert“, bestätigte Fonck gestern im NRZ-Gespräch. Fonck und Sundermann hatten die Zeit genutzt, um den Fachleuten des Ministeriums aus erster Hand die Problemlage zu verdeutlichen. „Wenn wir nur die B57-Abfahrt behalten, müsste der Verkehrs ins Gewerbegebiet durch Kehrum fahren“, so Fonck. Dass dabei die Querung der B 57 ein Gefahrenpotenzial darstelle, habe eben jüngst ein schwerer Unfall wieder gezeigt. „So oder so muss da auch eine Ampelanlage hin“, betonte Fonck weiter.
Mit Bick aufs Planfeststellungsverfahren soll das Verkehrsministerium noch einmal den Erhalt der bestehenden Abfahrt Kehrum prüfen. Dass jetzt endlich wieder Bewegung in die Sache kommt, befürwortet auch die Kalkarer Politik. Die hatte Bürgermeister Fonck nach seiner Rückkehr aus Berlin in der Hauptausschuss-Sitzung informiert.
Als Leitprojekt ausgewiesen
„Das Gewerbegebiet Kehrum ist ein Leitprojekt des Kalkar-2000-Programms gewesen“, argumentiert Gerd Fonck heute. Und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Kalkar auch die Uedemer Auffahrt mitfinanziert habe. Deshalb sei es jetzt wichtig, auch für die Menschen in Kehrum, das die beiden Kalkarer B67-Auffahrten erhalten blieben.
Kanzleramtsminister Pofalla habe die ganze Zeit an dem Gespräch teilgenommen und viel Verständnis für die Kalkarer Argumente geäußert, so Fonck weiter. Der jetzt hofft, dass die Abfahrt wieder ins Planfeststellungsverfahren aufgenommen wird.
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