365 Tage einsatzbereit

Feuerwehr Grundausbildung Bedburg-Hau Kalkar
Feuerwehr Grundausbildung Bedburg-Hau Kalkar
Foto: privat
Was wir bereits wissen
23 Mitglieder der Wehren Kalkar und Bedburg- Hau bestanden die theoretische und praktische Prüfung am 11. April zum Truppmann erfolgreich

Bedburg-Hau / Kalkar..  Der zweite Teil, das dritte und vierte Modul der Truppmannausbildung: Wehrleute aus Bedburg-Hau und Kalkar stellten sich der Prüfung. Dreimal wöchentlich, etwa 80 Stunden, lernten sie zusammen. Die Theorie ist meist nicht eins zu eins in die Praxis umsetzbar. Abgenommen haben die Prüfungen der Stadtbrandinspektor Georg Bouwmann und der Lehrgangsleiter Roland Matenaer. Ziel ist, dass die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren an 365 Tagen, sieben Tage die Woche, rund um die Uhr für die Bürger einsatzbereit sind.

Bei der Feuerwehr erfordert jede Situation eine individuelle Einschätzung und ein oft schnelles Handeln. Es reicht nicht aus, nur die Theorie zu beherrschen. In dem dritten und vierten Modul der Truppmannausbildung wurde somit von insgesamt 13 Lehrgangstagen an drei Samstagen und einem Mittwoch fleißig geübt.

Die verschiedenen Ausbilder des Löschzuges Kalkar Mitte und der Löschgruppen Appeldorn, Hönnepel, Niedermörmter, Wissel und Grieth vermittelten in den Bereichen Brand- und Löschlehre, Objektkunde, Brandmeldeanlagen, Gefahrenstoffe und Wasserversorgung nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ihr Wissen. Neben dem Löschangriff wurde auch die technische Hilfeleistung, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, praktisch umgesetzt. Hierzu konnte ein Auto mit hydraulischem Gerät auseinander geschnitten werden. Das theoretische Wissen, insbesondere der Umgang mit Rettungskarten, die hinter der Sonnenblende aufbewahrt werden sollten, wurde so direkt ausprobiert.

Das wichtige Ziel des zweiten Teils der Ausbildung ist die selbstständige Wahrnehmung der Truppmannfunktion im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz sowie die Vermittlung standortbezogener Kenntnisse.

Ein Trupp besteht aus zwei Personen, die im Einsatz gemeinsam arbeiten. Verschiedene Trupps haben verschiedene Aufgaben – Angriffs-, Schlauch- oder Wassertrupp. Kameradschaft heißt hier, dass man sich beispielsweise beim Anlegen der Atemschutzausrüstung unterstützt. Keiner bewegt sich ohne den anderen, das ist manchmal überlebenswichtig. Die Leitung eines Einsatzes liegt beim Gruppen- oder Zugführer. Mit Routine müssen Tätigkeiten zügig laufen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Kameradinnen und Kameraden aus den Wehren Kalkar und Bedburg Hau hat sich auch im zweiten Ausbildungsteil bewährt. Praktische Tipps und Unterschiede in der Ausrüstung der Wehren konnten direkt ausprobiert und diskutiert werden.

Außerhalb der Einsätze laufen Ehrenamt und Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren in der Freizeit.