Zweiter Krimisommer holt bekannte Autoren nach Herne

Jochen Schübel und Elisabeth Röttsches.
Jochen Schübel und Elisabeth Röttsches.
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Was wir bereits wissen
Elisabeth Röttsches lädt im Juli fünf Krimiautoren in die Alte Druckerei ein. Jeden Mittwoch Lesung und Gespräch mit Jochen Schübel.

Herne.. Versprochen hatte sie es schon am Ende des ersten Krimisommers, jetzt hält Buchhändlerin Elisabeth Röttsches Wort: Es gibt einen zweiten Herner Krimisommer in der Alten Druckerei. Kompakt dieses Mal, mit fünf Terminen im Juli. Zu Gast sind erneut Größen der deutschen Krimiszene mit ihrem jeweils neuen Buch, aus dem sie lesen und über das sie sich befragen lassen. Diesen Part übernimmt wieder der Herner Journalist Jochen Schübel.

Autoren auf der Wunschliste

„Es standen schon einige Autoren auf meiner Wunschliste“, sagt Elisabeth Röttsches zu ihrer Auswahl, und nennt an erster Stelle Jan Seghers, dessen Krimis um den Frankfurter Kommissar Robert Marthaler auch für das Fernsehen verfilmt worden sind. „Die Sterntaler-Verschwörung“ heißt sein neues Buch. Der Verschwörung ist eine bekannte Journalistin auf der Spur, die nun tot in einem Hotel liegt. Gleichzeitig gerät ein junger Mann in Schwierigleiten, nachdem er einem verunglückten Motorradfahrer Fotos aus der Tasche genommen hat.

Ebenfalls ein Wunschkandidat ist Volker Kutscher, bekannt durch seine historischen Krimis. Gereon Rath heißt sein Protagonist, ein Berliner Kommissar, der sich in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts am Alexanderplatz mit den Verbrechern herumschlägt. In „Märzgefallene“ ermittelt er am Rande der Legalität. Die Mordserie, mit der er es 1933 zu tun hat, scheint ihre Ursachen im 1. Weltkrieg zu haben, als Deutsche in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen.

Geradezu begeistert ist Elisabeth Röttsches von Melanie Raabe, einer jungen Autorin. „Die Falle“, ihr Erstlingswerk, erzählt von einer Schriftstellerin, die Jahre nach dem Mord an der Schwester dessen vermeintlichen Mörder in eine Falle locken will. „Stilistisch hervorragend“, urteilt die Romankennerin, „spannend und nicht nur blutig“.

In Hamburg ermittelt unterdessen Kommissar Adam Danowski, dem der Journalist und Autor Till Raether mit „Blutapfel“ das zweite Buch widmet. Ausgangspunkt: Im Elbtunnel sackt in einem Stau plötzlich der Fahrer eines Geländewagens über dem Lenkrad zusammen. Horst Eckert schließlich lässt in Düsseldorf ermitteln. „Schattenboxer“ ist der zweite Fall für Vincent Che Veih, Kriminalhauptkommissar und Sohn einer RAF-Terroristin. Diese spielt in dem Roman um zwei tote junge Frauen auch eine Rolle.

Ein Krimiautor aus dem ersten Krimisommer kehrt übrigens im September außerhalb des Festivals nach Herne zurück: Bernhard Aichner stellt am 20. September seinen neuen Krimi „Totenhaus“ vor.

Jenseits der Krimis sind Veranstaltungen mit den „Spielkindern“ („Die Barolo-Brüder“) geplant, Michelle Müntefering spricht mit der Journalistin Cigdem Akyol („Generation Erdogan“), Benedict Wells und Christoph Poschenrieder kommen, Ralf Rothmann und Fritz Eckenga, und auf musikalische Abende dürfen sich die Gäste im dritten Quartal auch wieder freuen.