Zwei Bigbands aus dem Ruhrgebiet geben Konzert bei Flottmann

Blechwerk aus Herne spielen in den Flottmann-Hallen.
Blechwerk aus Herne spielen in den Flottmann-Hallen.
Was wir bereits wissen
Blechwerk aus Herne und Groove mbH aus Dortmund haben bringen je 20 Jahre Bühnenerfahrung mit.

Herne..  Es ist nicht das erste Mal, dass eine Bigband in den Flottmann-Hallen auftritt, aber dass gleich zwei Bigbands dort ein Konzert gestalten, dürfte eine Premiere sein. Groove mbH und Blechwerk heißen sie, beide bestens bekannt in der Jazzszene Ruhrgebiet. Erfahrene Musiker, die am Freitag, 24. April, in den Hallen im Herner Süden davon überzeugen wollen, dass der Jazz nicht in die Jahre gekommen ist.

Bigband der TU Dortmund

„Ein schöner Ort, den wir gerne einmal nutzen wollten“, sagt Micha Fedrowitz über die Flottmann-Hallen, in denen er selbst schon die WDR Big Band erlebt hat. Der Pianist und Raumplaner lebt in Herne, spielt aber in der Dortmunder Groove mbH, die sich 1991 als Bigband an der Technischen Universität Dortmund gegründet hat und die heute aus aktuellen und ehemaligen Studenten besteht. Leiter ist Michael Kröger. In Dortmund trat die Groove mbH auch schon mit dem Herner Blechwerk bei einer Jazzmatinee auf. Ein Posaunist spielt sogar in beiden Bands.

In der Jazzszene verwurzelt

Man kennt sich in der Szene, bestätigt Bettina Szelag, die als Sängerin selbst mehreren Ensembles verbunden ist. Auch Blechwerk ist seit fast 20 Jahren in der Jazzszene des Ruhrgebiets verwurzelt. Gegründet an der Herner Musikschule, wo die Bigband unter der Leitung von Harald Schollmeyer immer noch probt, gehören ihr eine ganze Reihe Musikschullehrer an. „Mehr als die Hälfte sind Profi-Musiker“, sagt Bettina Szelag, die selbst auch Musik studiert hat, aber im Hauptberuf bei der Knappschaft beschäftigt ist. Die Musiker verbinde „der Hang zur kraftvollen Dynamik und die gemeinsame Leidenschaft, jazzorchestrale Musik in großer stilistischer Bandbreite zu spielen“. Diese umfasst Titel der Swing-Ära wie Stücke von Sammy Nestico, Pat Metheny, Bob Mintzer, Prince oder Peter Herbolzheimer.

Das Repertoire der Groove mbH besteht aus anspruchsvoller klassischer und zeitgenössischer Big-Band-Literatur namhafter Komponisten und Arrangeure wie Maria Schneider, Bert Joris, Colin Tows oder Rob McConnell. Offen für Neues, habe man aber auch schon einen finnischen Komponisten ins Repertoire aufgenommen, sagt Fedrowitz. „Und beim letzten Konzert haben wir Salsa und Latin gespielt.“

Zu Überschneidungen wird es also nicht kommen, allenfalls gezielt in einem gemeinsamen Finale. Ansonsten werden die Bigbands im Wechsel jeweils zwei Mal auf der Bühne stehen - „gleichberechtigt“, wie sie versichern. In den Flottmann-Hallen freut man sich über die Kooperation. „Wir hoffen, dass sich das Format etablieren kann, sagt Lukas Welticke, der als Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr das Konzert betreut.

Jazz-Szene Ruhrgebiet beginnt am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr in den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5.

Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro plus Gebühr, an der Abendkasse 14, ermäßigt 10 Euro.

Vorverkauf im WAZ-Ticketshop an der Markgrafenstraße 1, bei Stadtmarketing an der Kirchhofstraße 5, im Bürgerlokal Wanne an der Hauptstraße 241, im Nils an der Freiligrathstraße 21 und in der Flottmann-Kneipe, Flottmannstraße 94.

Mehr über die Bigbands auf www.bigbandblechwerk.de und www.groove-mbh.de.