Zuschauer erleben ein Medley aus der glitzernden Musicalwelt

„Musical Highlights": ein Medley aus dem Musical „Grease“.
„Musical Highlights": ein Medley aus dem Musical „Grease“.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Es ist ein Abend, an dem jeder Musical-Fan auf seine Kosten kommt. „Grease“ aus den 70ern, das Hippie-Musical „Hair“, Disney und Andrew LIoyd Webber.

Herne..  Alle großen Namen der Szene hatten einen Platz in der „Musical Highlights“- Show im Herner Kulturzentrum.

Perfekt choreographiert treten sechs Sängerinnen und Sänger mit Zylinder und Netzstrümpfen auf und fegen in „Cabaret“ über die Bühne, während sie zwischendurch das Publikum begrüßen. Eine riesige Lichtwand im Hintergrund dominiert die Bühne, während die Kostüme der einzelnen Musicals nur angedeutet werden.

Im „Amerika-Block“, die Bühne leuchtet in Rot und Blau, stehen wilde Ensemble-Stücke im Vordergrund, nach stimmlich gut koordinierter „West Side Story“, wird es etwas ruhiger. Nadja Jägard singt den bekannten Song der Fantine aus „Les Miserables“ und klagt mit glockenklarer Stimme über ihren zerstörten Traum. Neben ihr kann vor allem Daniel Dodd-Ellis mit einem wandelbaren Timbre überzeugen: Vom tiefen Bass in „Summertime“ bis zur Kopfstimme im abschließenden „Saturday Night Fever“-Medley.

Getrennt werden die jeweiligen Songblöcke von kurzen, etwas steif rezitierten Moderationen, die die Sänger selbst vornehmen. Kurze Zeit zum Durchatmen für das Publikum, bevor sich das Musical-Kaleidoskop weiterdreht.

Im folgenden „Grease-Block“ stürmen die sechs Musicalsänger dann wieder gemeinsam die Bühne, um ein wenig Highschool-Feeling heraufzubeschwören. Petter Bjällö singt nach der Pause aus Jekyll and Hyde, mit warmer-sympathischer Stimme und in einer vom Saal bejubelten „Starlight Sequence“. Auch das per Facebook und Mail von Zuschauern ins Programm gewählte Duett „Totale Finsternis“ aus „Tanz der Vampire“ wird dramatisch mit Donnerschlägen und viel Kunstnebel zelebriert.

„Danke für die Lieder und für die Musik“ heißt es in der Zugabe aus ABBAs „Mamma Mia“, und obwohl das an diesem Abend die Sänger von der Bühne ins Publikum singen, hätte es wohl umgekehrt genauso funktioniert.