Zum Finale ein Tänzchen
20.02.2012 | 17:47 Uhr 2012-02-20T17:47:00+0100
Herne. Bei der Abschlussfeier in der Akademie Mont-Cenis hatten die Karnevalisten ihre Spaß. Die Herner Karnevalsgesellschaft zieht eine positive Bilanz
Till Eulenspiegel war blau. Und grün. Und rot und gelb. Mit voller Absicht, wie Michael Ehrhardt (49), der Mann im Eulenspiegel-Kostüm, zugab. Wer ein echter Karnevalist sei, der müsse sich an Rosenmontag verkleiden: „Damit es auf der Straße schön bunt zugeht.“ Ehrhardt alias Eulenspiegel brachte nicht nur Farbe auf die Abschlussfeier in Sodingens Akademie, er hatte auch ordentlich Spaß. „Hier ist einfach Party“, sagte er, „keine Schlägereien wie früher.“
Die finale Feier fand zum zweiten Mal in Sodingen statt. Damit hatte die Herner Karnevalsgesellschaft (HeKaGe) darauf reagiert, dass es vor dem Rathaus immer Publikum gab, das den Karneval als Rechtfertigung heranzog, ziemlich exzessiv zu trinken. Dieses Publikum gibt es natürlich immer noch, nur ist es nicht mehr mittendrin – der Eintritt in die Akademie kostete acht Euro. „Das ist eine Frage der Klientel“, so Klaus Tittel von der HeKaGe: „Wir wollen hier keine Leute, die sich ihren Alkohol selbst mitbringen.“
Lisa Geske (15) und Jacqueline Jordan (18) waren sich sicher: „Es sind weniger Betrunkene da als letztes Jahr“, sagten die beiden jecken Gardetänzerinnen, die ganz stilecht auf einem Wagen vom Rathaus nach Sodingen kutschiert worden waren. Auch Eulenspiegel Ehrhardt lobte: „Die Leute fühlen sich hier wohl.“
Die Party war indes relativ zeitig beendet. Die HeKaGe hatte aus dem letzten Jahr gelernt, dass der Rosenmontag nicht bis in die Puppen gehen muss. „Die Leute sind seit dem frühen Morgen auf den Beinen“ so Tittel. Der Stargast war deshalb schon für den späten Nachmittag geladen. Jürgen Milski, der mal bei „Big Brother“ war und jetzt auf Mallorca singt, war bereits ab 17.30 Uhr gebucht. Jürgen kam übrigens zusammen mit der „Cover-Kölsch-Band“, die vor ihm auf der Bühne stand. Sänger und Gruppe hatte die HeKaGe als Paket gebucht. „Es gibt da Agenturen, die bieten ihre Künstler gezielt an“, sagte Tittel.
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