Zukunft des „Nils“ in Herne ist noch völlig offen

Er weiß noch immer nicht, ob er das Nils weiter betreiben kann: Jens Willemsen.
Er weiß noch immer nicht, ob er das Nils weiter betreiben kann: Jens Willemsen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Am Sonntag endet der alte Pachtvertrag für die Szenekneipe „Nils“ in Herne. Ob die Türen am Montag auf bleiben oder zu sind, steht noch nicht fest.

Herne..  Was wird aus dem „Nils“ in Herne-Mitte? Das war auch gestern, zwei Tage vor dem Ende des Pachtverhältnisses, noch völlig unklar. Ob die Szenekneipe an der Ecke Freiligrathstraße/Behrens­straße am Sonntag, 31. Mai, vorübergehend oder endgültig dicht macht, oder sogar weiter öffnet, das steht noch in den Sternen.

Zur Erinnerung: Die Bäckerei Sponheuer, der Hauseigentümer, hatte in den vergangenen Monaten mit Nils-Betreiber Jens Willemsen über einen neuen Pachtvertrag gesprochen. Die Gespräche gestalteten sich schwierig (die WAZ berichtete). Nach harten Verhandlungen ist das Ergebnis positiv: „Von unserer Seite steht einer Neuanmietung des Nils ab 1. Juni nichts mehr im Wege, wir haben uns mit Jens Willemsen einigen können“, sagt Marc Sponheuer, einer der Geschäftsführer, zur WAZ.

Ist das also der Durchbruch? Von wegen. Nach WAZ-Informationen müssen noch Verpflichtungen aus den Alt-Verträgen abgewickelt werden, dabei geht es unter anderem auch darum, wer für die Renovierung der Kneipenräume zuständig ist. Im Gespräch mitein­ander sind dabei eine Brauerei, der Zwischen-Pächter und der Nils-Chef. Bis Sonntag nun, hofft Willemsen, will er juristisch klären lassen, ob er weiter machen könne – zumindest vorerst oder sogar auf Dauer.

Pläne für Frühstücksangebot

Im Gespräch ist ein neuer Mietvertrag mit Sponheuer über zehn Jahre. „Ich würde gerne weitermachen“, betont Willemsen, der das Nils seit 15 Jahren führt. Er hat bereits Pläne: Er würde künftig gerne den gesamten Tag über öffnen, sprich: auch Frühstück anbieten.