Zoff an der Wiescherstraße
19.11.2009 | 14:41 Uhr 2009-11-19T14:41:00+0100Sauer auf Schuldezernentin Gudrun Thierhoff ist die Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule an der Wiescherstraße, Andrea Kirchmeyer-Jamrose.
Sie wirft der Beigeordneten vor, die Schule durch eine falsche Aussage beschädigt zu haben – und fürchtet nicht zuletzt dadurch den Abgesang auf die Grundschule.
Zur Erinnerung: Nachdem nur acht Kinder an der „Waldschule” angemeldet wurden, will die Schulaufsicht in Constantin im Sommer keine Eingangsklasse bilden. 17 Kinder waren laut Schulentwicklungsplan prognostiziert worden, 18 aber müssten es sein – mindestens. Mit Überhängen aus benachbarten Schulen, hatte Thierhoff festgestellt, könnten die Lücken an der Wiescherstraße nicht gefüllt werden. Im Übrigen sei es seit Aufhebung der Schulbezirksgrenzen nie passiert, dass Kinder aus anderen Schulbezirken in der Constantiner Grundschule angemeldet wurden, hatte sie angefügt.
Vor allem Letzteres bringt Kirchmeyer-Jamrose auf die Palme. „Tatsache ist, dass von den momentan 80 Schülern an unserer Schule 20 aus anderen Stadtbezirken kommen”, stellt sie klar. Das könne von der Schulleitung schwarz auf weiß belegt werden. Teilweise, so die Mutter weiter, hätten die Schüler sogar während des laufenden Unterrichts einen Wechsel vorgenommen – „auch von den Schulen in Herne mit dem so genannten guten Ruf”, fügt sie an. Grund seien gerade auch die kleinen Klassen an der Wiescherstraße.
Mit der Klarstellung hofft die Schulpflegschaftsvorsitzende, dass sich spontan noch Eltern – auch aus anderen Schulbezirken – bereit erklären, ihr Kind in Constantin anzumelden, damit 2010 doch noch eine Eingangsklasse zu Stande kommt. „Der Weg lohnt sich”, wirbt sie kämpferisch. Eines, stellt Kirchmeyer-Jamrose klar, dürfte nach den Aussagen der Schuldezernentin nun nicht geschehen: dass die Schule in absehbarer Zeit das Schild „Ab dem . . . geschlossen” aufgehängt werden müsse.
Indes korrigiert Schuldezernentin Thierhoff ihre Aussage. An der Wiescherstraße gebe es durchaus Kinder aus anderen Schulbezirken. Allein: Das habe „keine relevanten Auswirkungen auf die Zügigkeit”, so die Beigeordnete.
10:19
Also ich stimme Constantiner zu, was ist mit den Zwergen die auf Kronenstr. und Pieperstr. in die Kindergärten gehen? Wo sollen sie denn hin? Will man ihnen wirklich eine Tagesreise zumuten zu den nächstgelegenen Schulen? Ich bin der Meinung das muss nicht sein!!!!!!
20:47
Es sollte Frau Thierhoff eingentlich bewußt sein, dass Herne mit der Waldschule ein Kleinod in der sonst gleichförmigen Schullandschaft hat , das es in dieser Form in unseren Nachbarstädten nicht gibt .Solch eine Schule sollte erhalten und beworben werden .
Zumal die Waldschule viele Attribute ihr eigen nennen darf , von denen Kinder und natürlich auch Eltern träumen:
eine naturnahe Lage
besagte kleine Klassen
kein Gewaltpotenzial auf dem Schulhof
direkter ,unkomplizierter Kontakt zu den Lehrkräften
Alles Wünsche vieler Eltern. Und dies alles nicht auf einer Privat- ,sondern einer öffentlichen Schule - der Waldschule . Diese Schule hat in dem sonstigen Einerlei einen besonderen Stellenwert für das wichtigste in unserer Gesellschaft DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER.
20:06
Das Durchschnittsalter in Constantin ist zur Zeit ziemlich hoch. Aber auch die Ältesten sterben irgendwann und dann ziehen die Jungen hierhin. Es gibt sehr viele junge Familien mit jetzt noch Kleinkindern, die hier gerne wohnen würden. Die unmittelbare Lage zum Gysenberg spricht sicher für sich.
19:24
@4 dafür gibt es doch sicher einen Schulentwicklungsplan. Gibt es denn irgendeinen Anhaltspunkt für wieder steigende SchülerInnenzahlen? Ein Neubaugebiet etwa? Welcher Generationswechsel bei immer noch stagnierender Geburtenrate?
Denn wenn der 4. Jahrgang nun entlassen wird in weiterführende Schulen dürften auf der Schule ja ohne eine 1. Klasse nunmehr nur noch 60 Kinder sein.
19:07
Was ist denn mit den Kindern, die jetzt noch in den Kindergärten Constantins sind und sicher auch irgendwann in ihre Waldschule möchten? Wenn hier erst der Genertionenwechsel stattgefunden hat, werden auch wieder stärkere Jahrgänge kommen, die dann bis in die Innenstadt oder zur Bergstraße müssen.
Daraus folgt, daß an den großen Schulen die Klassen wieder größer werden und anschließend rufen alle nach Alternativen. Die sind dann aber längst geschlossen. Und wer kann sich schon eine Privatschule leisten.
10:36
@1
Im Gegensatz zur Schillerschule ist die Waldschule keine Ganztagsschule mit einer Betreuung bis 16.00 Uhr.
Gerade das macht diese gescholtene Schillerschule für viele Eltern sehr attraktiv und erklärt auch deren Zuwachs.
Dennoch bin auch ich der Meinung, dass die kleine- aber durchaus feine Waldschule erhalten bleiben muss. Der Stadtteil Constantin braucht eine solche Schule.
19:14
Problem ist doch, dass bei jeder Schule, die aufgrund geringer Anmeldungen oder Schülerrückgang an sich, persönliche Befindlichkeiten geweckt werden. Aber man sollte solche Themen mal sachlich betrachten und hier eben auch die Kosten berücksichtigen.
In Bochum bspw wird meine ehemalige Schule geschlossen. Es gibt da sicher eine Menge Vernunftgründe für...die aber die Betroffenen nicht sehen (ich war auch dagegen). Man sollte sich aber den Realitäten nicht verschließen.Man kann mittel-bis langfristig keine Schule mit 80 Kindern erhalten, wenn ein Zuwachs nicht erkennbar ist. Jeder, der von Kürzungen betroffen ist, wird Gründe dagegen finden -bei den Schulen sind die Gründe immer dieselben- aber man muss letztlich hier eine vernünftige Lösung finden.
Frau Thierhoff die Schuld zu geben, ist hier allerdings mehr als unpassend.
19:05
Ich gebe Frau Kirchmeyer-Jamrose recht es kann ja nicht sein, das eine Schillerschule nächstes Jahr drei Eingangsklassen mit je 27 Kinder aufmacht!!! Da die Geburten sowieso zurück gehen könnten solche Schulen auch nur zweigleisig fahren und damit den kleinen Schulen auch eine Chance haben ihre Klassen zufüllen!!!
Unsere Schule ist klein aber dafür persönlicher einfach ein GROßE FAMILIE