Wo sollen die Kunden parken?
13.02.2012 | 19:09 Uhr 2012-02-13T19:09:00+0100
Wanne-Eickel. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Eickel sucht nach Alternativen, für die Zeit ohne den „Hill-Parkplatz“.
Eben nach Eickel -- Lottoschein abgeben, Brötchen kaufen und einen Strauß Blumen zu Tante Luises 92. Geburtstag. Kein Problem, bis aufs Parken. Der Schultenhof ist vollgeparkt. An der Hauptstraße selbst ist auch nichts zu finden und auf dem St. Jörgenplatz Wochenmarkt. Aber zum Glück gibt es ja noch den alten „Hill-Parkplatz“ am Anfang der Burgstraße. Auf den ersten Blick ist auch dieser Parkplatz voll. Schließlich findet sich doch noch ein Plätzchen – wie meist. „Aber wie lange noch? Und wo könnte Ersatz geschaffen werden“, fragt Manfred Lieder, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Eickel. Das Klagelied, dass er in unregelmäßigen Intervallen anstimmt, ist alt. Lieder singt es mindestens so lange schon, wie es her ist, dass Hill sich entschloss Eickel und den von der Evangelischen Kirchengemeinde Eickel verpachteten Parkplatz zu verlassen. Nächster Pächter war die Stadt Herne, die das Grundstück als öffentlichen Parkplatz zur Verfügung stellte. Als sich die Ev. Gemeinde entschloss, die Johanneskirche zu renovieren, musste sie ihr Grundstück zu Geld machen. Die Stadt winkte ab, die Diakonische Stiftung Wittekindshof zeigte auf. Wo jetzt ein Auto neben dem anderen steht, will die Stiftung ein Wohnhaus für Behinderte bauen. Lieder: „Alle wissen welche Parkplatznot dann auf Eickel zukommt, alle sagen, dann müssen wir uns etwas einfallen lassen, aber niemand unternimmt etwas.“ Vor allem von der Politik aber auch von Hernes Stadtplanern zeigt sich Manfred Lieder enttäuscht : „Da höre ich dann immer: Ach ja, dieser Parkplatz. Den hatte ich ganz aus dem Fokus verloren. . .“
Andererseits: Eine Patentlösung kann auch der WG Eickel-Chef nicht aus der Tasche zaubern. Vor allem eine Alternative als Ersatz für die etwa 70 demnächst wegfallenden Einstellplätze hat Lieder nicht. Wohl aber einen Vorschlag zur Linderung der drohenden Not. „Man könnte an der Burgstraße zwischen Altenheim und Lohofstraße, dort wo jetzt noch längs zur Fahrbahn geparkt wird, schräg parken“, sagt Lieder. Und dann hat er noch den Vorschlag, den Wochenmarkt zu verlegen, um den St. Jörgenplatz uneingeschränkt zu beparken. Aber das ist ein ganz altes Lied, eines in das Politik und Verwaltung noch nie einstimmen wollten.
Immerhin gibt es eine Schonzeit: Der Eigentümer-Wechsel des „Hill-Parkplatzes“ hat sich verzögert. „Das Geschäft ist noch nicht in trockenen Tüchern, der Vertrag noch nicht unterschrieben“, sagte Dorothee Blome von der Stiftung Wittekindshof am Montag auf Anfrage. Sie hält einen Baubeginn in 2012 für „eher unwahrscheinlich“. Allerdings müsse noch über die Verkehrssicherungspflicht in der Zeit zwischen Eingentümer-Wechsel und Baubeginn geredet werden.
19:29
Geld war ja auch für die Sanierung vom Kulturzentrum (nötig?)
und vom Pohlmannplatz (völlig unnötig).
Auch der ehemalige Parkplatz vor dem
Residenzbunker vom OB wurde umbestaltet.
Der OB tut was für Herne,
aber nicht für die Vororte Wanne, Eickel, Crange usw.
21:52
Herr Lieder, machen Sie doch bitte mal einen Vorschlag, wo Sie noch Parkmöglichkeiten sehen. Sicherlich haben Sie noch einen Joker im Ärmel. Oder aber, alle die nur 300 m zum Markt fahren oder den Lottoschein abgeben, lassen mal ihren Wagen stehen und gehen die paar Meter zu Fuß.
11:48
Ich bin ja jetzt schon froh, zu Fuß zum Markt laufen zu können.
09:04
Na, diese Parkplatznot erlebe ich regelmäßig, wenn ich mit meiner Mama (87) zum Arzt muss. In der Nähe des EVK tobt das Chaos, dessen Besucher, Besucher des Elisa Stifts und ders Ärztehauses kreisen dort auf der Suche nach einem Parkplatz. Logisch, dass das Personal ja auch irgendwo parken muss ... da bleibt nicht viel! Wenn dann in Eickel auch noch Markt ist ... dann geht gar nichts mehr - man stelle sich dann noch vor, dass der alte Hill Parkplatz auch noch verschwindet...da reicht meine Fantasie nicht aus!