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Public Viewing

Wir woll’n euch jubeln seh’n!

04.06.2012 | 18:56 Uhr
Wir woll’n euch jubeln seh’n!
Public Viewing im Park´s bei der WM 2010. Fans bejubeln den Sieg der Deutschen gegen Argentinien. Foto© Joachim Haenisch / WAZ FotoPool

Herne.   In der Herner Stadtgarten-Gastronomie werden Bundesliga-Schiedrichter Thorsten Kinhöfer und Trainer Peter Neururer die EM-Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft moderieren.

Was Netzer und Delling waren, Kahn und Müller-Hohenstein seit einiger Zeit sind, das werden Peter Neururer und Thorsten Kinhöfer bald sein: ein kongeniales Moderatorenteam. Und zwar nicht auf dem TV-Bildschirm, sondern live beim EM-Public Viewing im Park’s.

Alle Spiele der Fußball-EM werden im Außenbereich der Gastronomie am Herner Stadtgarten übertragen. „Wenn man zwei solche Feuerwehrleute wie Peter Neururer und Thorsten Kinhöfer an seiner Seite hat, kann eigentlich nichts schief gehen“, sagt Christian Stiebling, Geschäftsführer des Reifenspezialisten. Neben der Tagungsstätten- und Gastronomiegesellschaft (TGG), zu der das Park’s gehört, fungiert Reifen Stiebling als Ausrichter des Rudelguckens. Und Stiebling erläutert sein Feuerwehr-Bild: „Beide sind Männer für brenzlige Fälle, deren außergewöhnliche Erfahrung gefragt ist.“ So habe Trainer Neururer den Ruf, schon so manchen Bundesligisten vor dem Abstieg gerettet zu haben und der Herner Schiedsrichter Kinhöfer werde vom DFB immer dann eingesetzt, wenn die Emotionen hochzukochen drohen. Allerdings dürfte es hoffentlich beim Public Viewing – vom Durst der Gäste mal abgesehen – wenig zu löschen geben – „und da ist dann Ulrich von Dillen genau der Richtige“. Der Geschäftsführer der TTG indes fürchtet nur eines: „Schlechtes Wetter. Wenn es nicht regnet, dürften wir bei den Spielen mit deutscher Beteiligung wohl wieder immer um die 1000 Gäste haben.“ Bei der WM seien jedenfalls alle Spiele der Deutschen ausverkauft gewesen.

„Ausverkauft“ ist nicht ganz richtig. Denn der Eintritt ist frei. Zwar müssen die Gäste 6 Euro zahlen, diese werden aber auf den Verzehr angerechnet, so van Dillen. Neururer und Kinhöfer sind für alle Spiele der Deutschen gebucht. 15 Minuten vor dem Anpfiff und während der Halbzeit-Pause werden die beiden Experten ihre Sicht der Dinge diskutieren. Eine Analyse nach der jeweiligen Partie ist nicht vorgesehen. „Dann ist es meist zu unruhig“, begründet van Dillen. Zwei Großbild-Leinwände werden zur Verfügung stehen und jeweils ein Bild von 220 x 180 cm liefern. Einlass ist ab 17 Uhr, Platzreservierungen gibt es nicht.

Kinhöfers Bezug zu Herne ist bekannt, Neururer verortet man eher auf Schalke und in Bochum. Dennoch spielte Herne in seiner Zeit als aktiver Emscherhusar eine Rolle: „Eines meiner letzten Spiele habe ich mit dem TSV Horst-Emscher gegen den DSC Wanne-Eickel gemacht. Mein Gegenspieler war Ralf Regenbogen. Der ja dann auch bei Rot-Weiss Essen gespielt hat, als ich dort Trainer war.“ Der DSC habe damals ein tolles Team gehabt. „Lücke, Norbert Rothe, Wieczoreck – die Wanne-Eickeler waren richtig gut und ja auch in der 2. Bundesliga“, sagt Peter Neururer. Mit Westfalia Herne verbindet er eine frühe Erinnerung: „Mein Vater hat mich auf dem Fahrrad mitgenommen. Wir sind von Marl nach Herne gefahren, um Westfalia gegen Hamborn 07 zu sehen.“

Und wer wird Europameister 2012? Deutschland hat eine gute Chance, aber die Konkurrenz – allen voran Spanien – ist auch nicht ohne, darin sind sich die Experten Kinhöfer und Neururer einig.

Das Gemeinschaftserlebnis beim Fußball auch außerhalb der Stadien erlebt eine Renaissance. In vielen Wirtschaften wird im Rudel geguckt und auch in etlichen Kirchengemeinden – zum Beispiel in der Stephanus Gemeinde. Bei den Spielen der Deutschen öffnet das Gemeindehaus, Ludwig-Steil-Straße 25, eine halbe Stunde vor Anpfiff.

Bernd Nickel


Kommentare
11.06.2012
17:57
Wir woll’n euch jubeln seh’n!
von FOTO-LIVE | #1

Ein bisschen Spaß muss sein
von FOTO-LIVE

Dem erkrankten Herrn Neururer alles Gute und baldige Genesung.

Trotzdem die Anmerkung ein Betrieb wie das Parkhaus welches mit ca 700.000 € in der

Kreide steht sollte diese Mätzchen unterlassen. Die Fehlberträge werden seit Jahren

durch die Stadtwerke gedeckelt. Darum kann es nicht sein zum Public Viewing

sogenannte Prominente zu verpflichten.

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