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Wie sich GEA in Kelvion, Enexio und DencoHappel verwandelte

12.01.2016 | 18:14 Uhr
Wie sich GEA in Kelvion, Enexio und DencoHappel verwandelte
Bis Kelvion und Enexio „geboren“ waren, war ein langer und komplizierter Prozess nötig.Foto: Dominik Loth

Herne.   Gea Heat Exchangers ist in die Unternehmen Kelvion, Enexio und DencoHappel aufgeteilt worden. Die Suche nach neuen Namen und Logos war aufwendig.

Die schwarz-weiß-gelben Flaggen vor der Kelvion-Unternehmenszentrale wehen schon seit einigen Monaten, aufmerksame Herner werden auch die Hinweisschilder registriert haben, die den Weg zu DencoHappel an der Südstraße weisen. Seit wenigen Tagen hat auch am Verwaltungsgebäude der Enexio-Schriftzug jenen von GEA abgelöst. Es ist quasi der sichtbare Abschluss der Aufteilung der ehemaligen GEA Heat Exchangers GmbH in drei eigenständige Unternehmen.

Diese Trennung war nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht aufwendig, die Findung von neuen Namen sowie Logos war ebenso umfangreich. Denn dabei waren eine Reihe von Details zu beachten:

Die Überlegungen begannen bereits 2014, damals hatte Triton die Sparte Heat Exchangers vom GEA-Konzern gekauft (die WAZ berichtete). „Wir haben uns zuerst Gedanken gemacht, wofür wir stehen, welches unsere Werte sind und wie wir wahrgenommen werden wollen“, erzählen Nicole Hückels, Gert Bakkeren und Jetmir Shaini, die Sprecher der drei Unternehmen.

Danach begann die Fahndung nach Namen und Logo. Diese muss man getrennt betrachten.

Über 470 potenzielle Kandidaten

Bei DencoHappel war die Suche überschaubarer als bei den Schwesterunternehmen. Grund: Der Name setzt sich aus zwei bekannten und im Markt etablierten Namen zusammen. Die in Herne bestens bekannte Happel KG hatte 2006 Denco in Großbritannien übernommen. Es habe nur drei Namensvorschläge gegeben, sagt Gert Bakkeren. Warum aber steht Denco vorne? Die Antwort liegt in der Internationalität - und besonders in Frankreich. Dort wird das „H“ nicht mitgesprochen, und „appel“ bedeutet unter anderem Telefonanruf. Deshalb habe man Denco nach vorne gezogen, so Bakkeren, Happel habe im Gegenzug aber die dickere Schrift erhalten.

Bis Kelvion und Enexio das Licht der Firmenwelt erblickten, war ein deutlich komplizierterer Prozess notwendig. Er begann mit über 470 Namen, die potenziell in Frage kamen. Doch die Liste der Kandidaten schrumpft recht schnell, wenn sie auf bestimmte Bedingungen abgeklopft werden. Ähneln sie zu sehr den Namen von Mitbewerbern? Sind die rechtlich geschützt? Sind Sie aussprechbar? Funktionieren sie international? Sind die Namen in anderen Sprachen Schimpfwörter? Und: Gibt es für den Namen eine verfügbare Internetadresse?

Angesichts der Fülle von Fragen bediente sich das Unternehmen der Hilfe von Profis - es gibt Agenturen, die sich ausschließlich der Kreation von Firmennamen widmen. Und: „Der Kreis der beteiligten Personen war sehr klein. Die Sache war hochgradig vertraulich“, erzählt Nicole Hückels. Nicht auszudenken, wenn der favorisierte Name weggeschnappt worden wäre. Am Ende fiel die Wahl auf Kelvion und Enexio - was nicht bedeutet, dass es sie nicht schon gegeben hätte. Die Unternehmen mussten sie von sogenannten Domainhändlern kaufen, deren Geschäft darin besteht, Namen zu erfinden und die entsprechenden Internetadressen zu reservieren - um sie dann zu verkaufen.

Parallel zur Suche nach dem Namen lief die nach einem Logo. Eine Bedingung: Es muss zum Produkt passen. Bei DencoHappel symbolisiert es einen drehenden Ventilator, aber auch den Handschlag mit dem Kunden; bei Kelvion den Austausch von Wärme und Luft; der Kreis mit seinen Segmenten in Enexio steht für Perfektion, aber auch Vielfältigkeit.

Bei Kelvion lohnt sich auch ein Blick auf die Farben: schwarz und gelb. Das mag die Fußballfans im Unternehmen in Wallung bringen, doch die Farbgebung, so Nicole Hückels, folgte anderen Vorgaben. Die Kombination sticht ins Auge und hebt sich extrem von den Wettbewerbern ab, was zum Beispiel bei Messen ein Vorteil ist, weil der Kelvion-Stand sehr sichtbar wird.

Tobias Bolsmann

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