Wenn der Ferien-Flieger nicht abhebt

Foto: picture alliance / J.W.Alker
Was wir bereits wissen
Die Verbraucherberatung Herne steht für rechtlichen Rat bei Urlaubsärger mit der Fluglinie zur Verfügung.

Herne.. Viele Urlaubsziele lassen sich nur mit dem Flieger erreichen. Überbuchte Maschinen oder annullierte Flüge sind weitere Gründe, die Reisenden den Ferienstart mit dem Flieger verleiden. Um den Urlaubsärger möglichst gering zu halten, liefert die Verbrauchzentrale NRW das passende rechtliche Rüstzeug für Flugreisen:

Überbuchung und Annullierung: Wer wegen einer zu vollen Maschine oder eines gestrichenen Flugs nicht planmäßig abheben kann, bekommt den kompletten Flugpreis erstattet oder einen Ersatzflug angeboten. Darüber hinaus steht Kunden ein finanzieller Ausgleich zu. Dessen Höhe richtet sich nach der Länge der Flugstrecke und der Dauer der Verspätung.

Lange Wartezeit: Bei langen Wartezeiten schreibt die EU den Airlines zudem vor, sich um das leibliche wie kommunikative Wohl ihrer Gäste zu kümmern. Dazu zählen kostenlose Mahlzeiten und Erfrischungen sowie zwei Telefongespräche, Telexschreiben, Faxe oder E-Mails. Wird eine Übernachtung fällig, muss die Airline kostenlos für ein Hotel und den nötigen Transfer sorgen. Akzeptieren Kunden einen Ersatzflug zu einem anderen Airport, ist die Gesellschaft verpflichtet, die Kosten der Weiterbeförderung zum ursprünglichen Zielort zu übernehmen.

Geld zurück

Verspätung: Verschiebt sich der Start um zwei bis mehr als vier Stunden, müssen die Airlines die Passagiere kostenlos betreuen. Verzögert sich der Flug um mindestens fünf Stunden, können Kunden, denen die Lust auf den Flug vergangen ist, auf die komplette Rückzahlung des Ticketpreises pochen. Fluggästen steht bei immensen Verspätungen der gleiche finanzielle Ausgleich zu, den sie im Falle einer Annullierung verlangen können.