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„Weltbildsprache“ in der städtischen Galerie

14.01.2011 | 16:01 Uhr
„Weltbildsprache“ in der städtischen Galerie

Herne.Mit der Ausstellung „Weltbildsprache“ des Wittener Künstlers Christoph Mandera startet die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede am Samstag in das neue Jahr.

Bunt und oft schrill geht es in den einzelnen Räumen zu. Denn es ist die Farbigkeit der Bilder, die sofort ins Auge springt. „Der Betrachter ist sofort von der Farbigkeit der Bilder ergriffen“, sagt auch Museumsleiter Oliver Doetzer-Berweger. Aber die Bilder leben von mehr als einer nur vordergründigen und optimistischen Buntheit.

Christoph Mandera erzählt mit seinen Bildern Geschichten, mal voll Trauer, Leid, mal ironisch, mal ein wenig theatralisch. So wie das Leben eben ist.

Die einzelnen zeichenhaften und figürlichen Formen der Bilder werden von Christoph Mandera konsequent mit schwarzen Linien umrissen, die so entstehenden Flächen einfarbig ausgemalt. Bis die Bilder dann von Formen und Farben überquellen. Da gibt es dann keinen Platz mehr für leere Stellen. Hintergrund, Vordergrund, Figuren und Zeichen vermischen sich zu einer bildfüllenden, ganz eigenen Welt. Einige Figuren werden aus dieser Welt isoliert, ausgeschnitten und als eigenständige Wandobjekte wiedergeboren.

Anregungen findet Christoph Mandera aber nicht nur im städtischen Großstadtleben, sondern auch in Musiktiteln und in Sprichwörtern, die immer wieder in seinen Bildtiteln auftauchen. Manchmal schaffen sie einen Kontrast zu den Bildern und regen die Betrachter zu neuen Sichtweisen an.

Da gibt es viele Anspielungen auf Comics und Graffiti, aber auch auf vorgeschichtliche Bilderwelten. „Ich bin kein Graffitisprayer, sondern meine Bilder spiegeln das heutige Großstadtleben mit all’ seinen Nuancen“, sagt Christoph Mandera selbst.

Diese Bilder erschließen sich nicht immer auf den ersten Blick. Der Betrachter kann und muss in ihnen mit seinen Augen spazieren gehen. Erst dann lassen sich einzelne Motive entschlüsseln und zu Geschichten zusammensetzen. Das ist nicht immer einfach. Ein bisschen mehr Ruhe in den einzelnen Räumen der Städtischen Galerie hätte den Bilder vielleicht ein wenig gut getan.

Falko Herlemann

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