WAZ-Leser ist sauer über Schandfleck in Herne

Dieses Haus in Herne-Holthausen macht einen schlimmen Eindruck, sagt WAZ-Leser Friedrich Schemberg. Er fordert die Stadt zum Handeln auf.
Dieses Haus in Herne-Holthausen macht einen schlimmen Eindruck, sagt WAZ-Leser Friedrich Schemberg. Er fordert die Stadt zum Handeln auf.
Foto: Schemberg
Was wir bereits wissen
Ein WAZ-Leser ärgert sich über den Zustand eines Hauses in Herne. Die Stadt sagt: Gespräche mit dem Eigentümer verliefen ohne Erfolg.

Herne..  WAZ-Leser Friedrich Schemberg ärgert sich über einen „Schandfleck“: ein Haus an der Castroper Straße in Holthausen. Das Netz, das das Dach des Gebäudes sichere, habe sich gelöst , so dass bereits Teile zu Boden gestürzt seien.

Er fordert eine Sicherung: „Das mit dem Netz ist keine Lösung.“ Auch der Zustand des Hauses insgesamt mit den leeren Geschäften und dem Müll im Eingang stößt ihm übel auf: Das sei eine „so schöne Wohngegend“, wenn nur die Ruine nicht wäre, sagt Schemberg. Er sieht nun die Stadt in der Pflicht, etwa zu unternehmen.

Das Haus mache in der Tat „einen desolaten Eindruck, so gesehen seien die Beschwerden der Bürger nachvollziehbar“, sagt Stadtsprecher Horst Martens auf WAZ-Anfrage. Die Stadt habe das Gespräch mit dem Eigentümer beziehungsweise mit dessen Sachverwalter mehrmals gesucht – „allerdings bisher ohne Ergebnis.“ In mehreren Einsätzen habe die Stadt lockere Dachpfannen und Ziegeln an dem Haus entfernt, um das Dach und die Fassade zu sichern. Als letzte Maßnahme habe die Stadt verfügt, dass ein Netz über das Dach gespannt sei. Wenn sich das gelöst habe, dann sei das eine Frage der Gewährleistung: Der beauftragte Handwerker müsse dafür aufkommen, dass nachjustiert werde. Und das, sagt Martens, sei auch geschehen.

Nur Sicherung möglich

Aus rechtlichen und finanziellen Gründen bleibe der Stadt nur die Möglichkeit, das Haus zu sichern – Kauf und Abriss kämen nicht in Frage. Von dem Gebäude, stellt Horst Martens klar, gehe derzeit keine Gefahr aus. Es sei gesichert – durch das Netz, das sich über das Dach spanne. Fenster und Türen seien verriegelt. Die Stadt will das Haus aber nach wie vor im Auge behalten und bei Bedarf einschreiten.