Wanne-Eickeler Friseurin schließt nach 40 Jahren ihren Salon

Elke Stolarek (2.v.re.) schließt nach 40 Jahren ihren Friseursalon auf der Straße Am Berg.  Hier bedient sie  mit ihren beiden Mitarbeiterinnen Karin Happe (r.) und Antje Reiter eine Kundin.
Elke Stolarek (2.v.re.) schließt nach 40 Jahren ihren Friseursalon auf der Straße Am Berg. Hier bedient sie mit ihren beiden Mitarbeiterinnen Karin Happe (r.) und Antje Reiter eine Kundin.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Friseurmeisterin Elke Stolarek gibt nach 40 Jahren ihren Salon in Wanne-Eickel auf.Am Samstag feiert die 70-Jährige Abschied.

Wanne-Eickel..  Schon oft hat Elke Stolarek in den vergangenen vier Jahren ihren kleinen Wanne-Eickeler Friseursalon schließen wollen. Zum Ende des Jahres 2014 hat sie diesen Schritt nun endgültig vollzogen und nach 40 Jahren in ihrem eigenen Salon die Schere aus der Hand gelegt. „Mir fällt es sehr schwer, meinen Salon nun schließen zu müssen“, sagt die 70-Jähirge, die bis zum letzten Tag ihre Kunden selbst frisiert hat und am Samstag gemeinsam mit Kunden und Mitarbeitern ihren Abschied feiert. Zwei Mitarbeiterinnen hat sie noch beschäftigt: Karin Happe, seit 1979 bei Stolarek beschäftigt, verabschiedet sich ebenfalls in den Ruhestand. Und Herrenfriseurin Antje Reiter hat eine neue Anstellung in Aussicht.

1974 übernahm Elke Stolarek den Salon auf der Straße Am Berg von ihrem Ausbilder. Neben dem Friseurberuf betrieb sie dort Kosmetik und Fußpflege. Jemanden, der ihr Geschäft übernehmen sollte, hat Stolarek erst gar nicht gesucht. „Ich habe eine alte Stammkundschaft und mein Salon liegt etwas abgelegen, so dass es sich nicht gelohnt hätte, meinen Laden zu übernehmen“, so die Friseurmeisterin.

Geschäft wird zur Wohnung

Zu den Hochzeiten des Salons beschäftigte Stolarek 14 Mitarbeiter. Und auch die ganze Familie war in den Friseurbetrieb eingebunden. Ehemann Helmut Stolarek übernahm in seinem Ruhestand die Bespaßung der Kunden: „Ich habe die Lockenwickler herausgenommen, Kaffee serviert oder einfach mit den Kunden gequatscht“, erzählt er. Kerstin Nörthemann, Tochter des Ehepaars, musste schon als Kleine ihren Kopf hinhalten, so dass die vielen Lehrlinge, die über die Jahre im Salon ausgebildet wurden, an ihr das Föhnen oder das Schneiden eines Ponys üben konnten. „Das war schrecklich“, erinnert sich die 44-Jährige. Dennoch hat auch sie den Friseurberuf erlernt und einige Jahre in dem Salon gearbeitet. Nach ihrer Meisterprüfung wollte sie jedoch nicht den Laden ihrer Mutter übernehmen, sondern an der Dortmunder Meisterschule lehren.

Bisher hat Elke Stolarek keine Idee, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen möchte. Ihren Salon in wird sie aber auch nach 40 Jahren nicht verlassen: Das Haus, in dem das Geschäft ist, gehört der Familie. Helmut Stolarek baut den Salon zu einer Wohnung um, in die das Paar einziehen wird.