Vorrang für Berufstätige

Nachfragen nach 25-Stunden-Plätzen gebe es in den evangelischen Kindertagesstätten in Herne nur sehr wenige, sagt Elisabeth Weyen, Geschäftsführerin der Kindergarten Fachberatung beim Kirchenkreis. Zu Beginn des Jahres seien es immer einige mehr, im Laufe des Jahres würden es weniger. Häufig wünschten diese Eltern dann auch eine Betreuungszeit zum Beispiel von 10 bis 14 Uhr. Doch das könnten die Einrichtungen kaum umsetzen, weil es sich mit dem Tagesablauf in den Kindertagesstätten nicht kombinieren lasse. So gebe es Morgenkreise, Tagesbesprechungen und vieles mehr, was dann für diese Kinder wegfalle - pädagogisch sei das nicht sinnvoll. „Wir machen was wir können, aber an einigen Stellen sind uns die Hände gebunden“, so Elisabeth Weyen. Die Nachfrage nach 25-Stunden-Plätzen unterscheide sich auch von Stadtteil zu Stadtteil und hänge von der Beschäftigungssituation der Eltern ab.

Mehr Gedanken als die 25- Stunden-Betreuung macht ihr die Anzahl der Plätze für u3-Kinder. „Wir haben noch zu wenig“, sagt sie. Und es gebe gerade für die Kleinen viele Nachfragen von berufstätigen Eltern und Alleinerziehenden nach 45-Stunden-Plätzen. „Es ist schwierig, die Plätze gerecht zu vergeben.“ Es kämen dann in erster Linie Eltern und Alleinerziehende zum Zuge, die existenziell auf diese Betreuung angewiesen sind.